Röntgen schadet Kindern

Gesundheitstipp 11/2018 vom

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Röntgenstrahlen fördern bei ­Kindern selbst in geringen Mengen Krebs. Das zeigt eine neue Studie.

Der Zahnarzt röntgt den Kiefer, der ­Kinderarzt das gebrochene Bein. Jedes Röntgenbild und jede Computertomografie belasten den Körper mit Strahlen. Jetzt zeigt eine grosse Studie des nationalen Kreb­s­instituts der USA: Schon die Strahlendosis von rund drei Computertomografien der Lunge bis zum 20. Lebensjahr erhöht das Risiko für einige Arten von Leukämie. Eine Tomografie der ­Lunge belastet den Körper mit rund 7 Millisievert, ein Röntgen des Kiefers mit 0,2 Millisievert.

Das Resultat überrascht den Basler Krebsarzt Claudio Knüsli nicht: «Kinder und Jugendliche reagieren sehr empfindlich.» Ärzte sollten bei ­ihnen wenn möglich auf Röntgenbilder ver­zichten und Methoden ohne Strahlen einsetzen, wie Ultraschall oder Magnetresonanz.

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