Nervengift bedroht die Tierwelt

saldo 16/2018 vom

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Der Bund prüft ein Verbot des Insektizids Chlorpyrifos. Der Hersteller darf in diesem Verfahren ­mitreden – die Umweltverbände nicht.

(Bild: Fotolia/RF)

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Schweizer Bauern greifen seltener als früher zum um­strittenen Unkrautvernichter Glyphosat: Die verkaufte Menge ging laut dem Bundesamt für Landwirtschaft von 2008 bis 2016 um ein Viertel ­zurück.

Insgesamt verspritzen die Bauern jedoch unverändert viel Gift – rund 2200 Tonnen im Jahr. Laut Philippe Schenkel von Greenpeace Schweiz sind darunter viele Pestizide, die «erheblich giftiger sind als Glyphosat». Zum Beispiel Schädlingsbekämpfungsmittel mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos. Die Bauern besprühen damit unter anderem Trauben, Äpfel, Raps, Weizen, Rüebli oder Kartoffeln. 

Das Bundesamt für Landwirtschaft prüft, ob das Pestizid «die aktuellen Anforderungen für eine Zulassung» noch erfüllt. Bis Ende Jahr will es entscheiden.

Greenpeace und die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz wollen den Einsatz von Chlorpyrifos verbieten. Der Bauernverband lehnt das ab: Es gebe etwa bei Zuckerrüben, Kartoffeln und Raps keine Alternativen. Zudem habe der Bund den Einsatz in den letzten Jahren bereits eingeschränkt. [...]

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