Pestizide, die Bauern auf ihre Felder spritzen, verteilen sich in der Umwelt sowie in Früchten und Gemüse (saldo 8/2024). Gemäss einer neuen Studie vermindern Pestizide aus der Landwirtschaft auch die Artenvielfalt in Bächen massiv. Forscher der Universität Zürich, des Wasserforschungsinstituts Eawag und des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute untersuchten 99 Bäche. Dabei zählten sie Kleintiere, die empfindlich auf Pestizide reagieren und durch die giftigen Stoffe sterben können.

Resultat: In 70 Prozent der Gewässer leben überhaupt keine Kleintiere mehr. Die Forscher fanden zum Beispiel keine Insektenlarven, Kleinkrebse oder Würmer mehr. Und das meistens in Bächen, die sich in der Nähe von Äckern, Obstkulturen oder Reben befinden. Deshalb kommen die Wissenschafter zum Schluss: Pestizide zerstören den Lebensraum der Kleintiere.