Die Stiftung Swisstransplant verzeich­nete in ihrem Organspenderegister bis vor kurzem über 130 000 Einträge: Personen, die Organe spenden wollen, und Leute, die keine Entnahme möchten. Am 20. Oktober schaltete Swisstransplant das ­Internetregister aber ohne Vorankündigung ab.

Spitäler wissen daher nicht mehr, welche Patienten sich für eine Organspende entschieden haben und welche nicht. Swiss­transplant informierte registrierte Personen erst zwei Wochen nach Abschaltung. Der Bund muss nun bis 2025 ein ­neues ­Register eröffnen.

Tipp: Wer seine Organe nicht spenden will, muss nichts unternehmen. Ohne ausdrückliche Zustimmung dürfen Ärzte keine Organe entnehmen. Wer sich für eine Spende entscheidet, kann das in einer Patientenverfügung oder in einem Spender­ausweis festhalten. Eine Vorlage gibt es bei der Ärzte­verbindung FMH im Internet unter FMH.ch γ Patientenverfügung. Den Organspenderausweis des Bundesamts für Gesundheit kann man im Internet bestellen ­unter Leben-ist-teilen.ch. Der Ausweis lässt sich dort auch direkt ausfüllen und ausdrucken.