Post bestraft Handy-Verweigerer mit höheren Gebühren

K-Tipp 20/2018 vom

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Karin Guggenbühl aus St. Gallen zieht demnächst um. Im Internet ­unter Post.ch wollte sie deshalb ihre neue Adresse hinterlegen und der Post einen Nachsendeauftrag erteilen. Früher mussten Kunden ­dafür neben der Adresse noch die Festnetznummer angeben. Neu verlangt die Post auch die Handy­nummer.

Am Schalter teurer als im Internet

Ohne die Handynummer konnte Guggenbühl die Adressänderung nicht eingeben. Die St. Gallerin beschwerte sich beim Kundendienst und wurde an den Postschalter verwiesen. Der Nachteil am Schalter: Gleiche Dienstleistungen sind viel teurer. Eine Adress­änderung mit Nach­sendeauftrag kostet dort 42 Franken – im Internet sind es nur 30 Franken. Die Postumleitung ist am Schalter ebenfalls 12 Franken teurer. Dort kostet ­diese Dienst­leistung 22 Franken.

Post-Sprecher Oliver Flüeler sagt, die höheren Kosten am Schalter seien «durch die individuelle Beratung durch das Personal gerechtfertigt». 

Karin Güggenbühl sieht das anders: «Ich ­benötige keine Beratung», sagt sie. «Offensichtlich wird man mit höheren Gebühren bestraft, wenn man seine Daten nicht preisgeben will.»

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