Mit älteren Fernsehgeräten ins Internet

K-Tipp 07/2014 vom

von

Mit Hilfe des Internets kann man sich sein Fernsehprogramm selber zusammenstellen. Dafür braucht es kein neues TV-Gerät mit ­Internetzugang. Auch ältere Fernseher lassen sich aufrüsten.

Ein Fernsehgerät zeigt normalerweise das laufende TV-Programm. Das Fernsehsignal kommt dabei entweder über den Kabel­anschluss oder per Satellit. Fernsehgeräte der neusten Generation haben zusätzlich einen Zugang zum ­Internet. Dadurch verfügen diese TV-Geräte über weitere Funktionen. In der Fachsprache nennt sich das Smart-TV.

Verpasste Sendungen ansehen

Smart-TV war bisher jedoch ein Flop – das Surfen im Internet war langsam und kompliziert. Dank den
Internet-Mediatheken der Fernsehsender gibt es jetzt jedoch inte­ressante Anwendungen: Wenn man eine Sendung im laufenden Programm verpasst hat, kann man sie dank dieser Mediatheken nämlich im Nachhinein kostenlos ansehen.

Dafür bieten Fernsehsender wie SRF, ARD, ZDF oder Arte seit kurzem entsprechende Apps an. Mit diesen kann man sich Nachrichten, Kochsendungen oder Reportagen ansehen. Auch Fernsehfilme und -serien lassen sich zum Teil noch einige Tage nach der Ausstrahlung ­anschauen. 

Das geht aber nur, wenn der Fernseher mit dem Internet verbunden ist. Dazu muss man sich kein neues TV-Gerät kaufen: Auch auf älteren Flachbildschirmgeräten lassen sich Sendungen aus dem Internet zeigen. Dafür muss man sie aber mit speziellen Smart-TV­-Boxen nachrüsten. Das Prinzip: Die Boxen verbinden sich mit dem Internet und bringen dieses aufs TV-Gerät.

Grundsätzlich werden alle diese Nachrüstsysteme zwischen dem Internetanschluss und dem TV-Gerät montiert. Dafür brauchts zwei Verbindungen: eine mit dem HDMI-Kabel für die Bild- und Tonausgabe vom Nachrüstgerät zum Fernseher und eine zweite vom Nachrüstgerät zum Internetmodem – mit Kabel oder drahtlos. Die Kabelverbindung ist stabiler und schneller. Dadurch können ärgerliche Aussetzer beim Abspielen von Sendungen verhindert werden.

Diese Smart-TV-Nachrüstung kann man mit verschiedenen Geräten durchführen. Der K-Tipp stellt nebenan drei Varianten vor.    

  1. AppleTV 

Eignet sich für alle, die ein iPhone oder iPad besitzen. Die Mediatheken-Apps werden vom Handy über AppleTV aufs TV-Gerät transportiert. Die Verbindung zwischen AppleTV und Handy funktioniert drahtlos, zwischen Ap­pleTV und Fernseher per Kabel. Zuverlässig läuft das nur mit Apple-Handys und -Tablets.     

Kosten: Fr. 99.95 bei ­Media Markt.

  1. Internet-TV-Boxen

Das sind spezielle Set-Top-Boxen, die zwischen Internetmodem und Fernseher montiert werden. Dabei sind Mediatheken von ARD, ZDF, Arte oder Pro7 vorinstalliert. Bei den Sendungen des Schweizer Fernsehens ist der Zugriff eingeschränkt. 
Kostenbeispiel: Die VideoWeb-TV-Box gibt es bei Digitec für 179 Franken.

  1. Micro-PC-Sticks 

Das sind Mini-Computer, die mit dem Internet verbunden sind. Auf sie lassen sich Apps herunterladen. Dadurch ist die Auswahl an Sender-Mediatheken sehr gross. Die Bedienung der Sticks funktioniert nur per Tastatur und Maus. 

Die gewählte Lösung kann man sich von einem Verkäufer im Elektromarkt zeigen oder zu Hause vom TV-Fachmann installieren lassen.

Kostenbeispiel: DroidTV C2 gibts es bei Interdiscount für Fr. 99.90.

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Kabellos laden: Teuer ist nicht besser

TV-Zuschauer überwacht

Keine Bank vor Hackerangriffen sicher

Buchtipp zum Thema

KMU: So nutzen Sie das Internet