Kantonale Datenschutzbeauftragte kritisieren, dass einige Kantone wie Zug oder Zürich ­heikle Personendaten von Bürgern mit der Software Microsoft 365 bearbeiten und in der Cloud des amerikanischen Konzerns ­speichern (saldo 12/2022).

Auch der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Adrian Lob­siger warnt. Anlass ist die Unfallversicherung Suva, die ihre Geschäftskorrespondenz, Dokumentationen, Projektunterlagen sowie per­sönliche Daten ihrer Mitarbeiter künftig ebenfalls in der Microsoft-Cloud speichern will.

Die Suva sagt, das Risiko eines Zugriffs durch ausländische Behörden sei unwahrscheinlich. Lobsiger hält fest, dass Zugriffe ausländischer Behörden auf die Daten auch möglich seien, ohne dass die Datenbesitzer dies merken, und behält sich vor, aufsichtsrechtlich tätig zu werden.