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Artikel | saldo 13/2010

Arbeitslosenkasse: Opfer statt Täter der Krise werden zur Kasse gebeten

Die Leistungen der Arbeitslosenkasse müssten nicht gekürzt werden, wenn auch die Grossverdiener auf ihrem ganzen Lohn Beiträge zahlen würden.

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Kommentare (2)

 
  • Wieczorek | 01.09.2010, 16:11

    Grossverdiener

    Diese Berechnungen sind ja alle schön und gut, aber ich weiss
    trotzdem noch nicht, wie ich abstimmen werde. Weil ich nämlich
    der Meinung bin, dass Grossverdiener wie Vasella, Dougan, Grübel
    u.a.m. sich bestimmt nicht bei einem RAV als arbeitslos melden und
    sich damit demütigen würden, abgesehen davon, dass sie das
    bei ihrer finanziellen Lage gar nicht nötig hätten. Warum
    also sollten sie sich gegen Arbeitslosigkeit versichern?
  • Aktium | 31.08.2010, 14:43

    Mehrfach Beschäftigte gehen bei ALV ganz leer aus

    Herr Fischer, Sie würden auch gescheiter über den folgenden
    Skandal schreiben als billige Stimmungsmache gegen Dougan und Co.
    machen:

    Wer in einer Branche arbeitet, die keine Vollzeitjobs mit
    existenzsichernden Löhnen bietet und demzufolge mehrere parallele
    Arbeitsverhältnisse unterhalten muss, wird vom Gesetzgeber
    dafür bestraft.

    Er zahlt zwar sehr wohl sein Leben lang zwangsweise ALV-Beiträge.
    Erhält aber nie eine Arbeitslosenunterstützung, wenn er eine
    seiner Stellen verliert.

    Grund: Wer nicht voll zur Verfügung steht, da noch andere
    Teilstellen vorhanden sind, wird vom RAV als nicht vermittelbar
    eingestuft. Resultat: kein Arbeitslosengeld.

    Würde diese Person ihre anderen Stellen kündigen um eine
    Vollzeitstelle zu suchen, dann würde das RAV sie sogar noch mit
    Einstelltagen bestrafen, obwohl sie diese nur tut, weil das Sozialamt
    sie auffordert, endlich die obrigkeitlich angenommene
    Normtätigkeit (eine einzige Stelle, 100% Beschäftigungsgrad)
    aufzunehmen.

    Das gesetzlich erlaubter Abriss und Bestrafung von Menschen, die das
    Klumpenrisiko "Von nur 1 Job zu 100% abhängig"
    vermeiden und eigentlich dafür belohnt werden müssten.
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