Test: Alle Bügeleisen haben Probleme mit Hemden

K-Tipp 14/2018 vom | aktualisiert am

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Das teuerste Gerät schnitt im Labortest am besten ab. Wer nur ab und zu bügelt, erhält aber schon für 20 Franken ein ordentliches Dampfbügeleisen.

Testsieger: Das Dampfbügeleisen

Testsieger: Das Dampfbügeleisen "Azur GC4527/01" von Philips ist leicht zu handhaben (Bild: Philips)

Zwölf der meistverkauften Dampf­bügeleisen wurden im Labor im Auftrag von K-Tipp und «Kassensturz» getestet. Prüfpunkte waren die Bügel­qualität, die Handhabung, die Temperaturverteilung und die Robustheit (siehe Unten «So wurde getestet»). Für den Test liessen die Experten nasse Hemden, Jeans, T-Shirts, Satin-Kissen­be­züge und Geschirrtücher zerknittern. Das Resultat war ernüchternd: Nur zwei der zwölf geprüften Modelle bügelten insgesamt gut. 

Der Testsieger «Azur GC4527/01» von Philips schaffte Jeans, T-Shirts und Geschirrtücher problemlos. Bei Hemden verpasste er knapp eine gute Note. Auch die anderen Bügeleisen überzeugten in diesem Punkt nicht. Mit 89 Franken ist das Philips-Gerät gleichzeitig auch das ­teuerste im Test.

Je mehr Dampf, desto einfacher das Bügeln

Das zweitplatzierte «Tex­style 7 TS735TP» von Braun kostet nur 74 Franken. Gesamthaft ist die Bügelqualität gleich gut. Für das ­Bügeln von Satin-Kissenbezügen sowie Geschirrtüchern eignet es sich sogar etwas besser. Es stösst aber deutlich weniger Dampf aus als das Modell von ­Philips. Und das ist entscheidend: Denn je mehr Dampf beim Bügeln auf die Textilien einwirkt, desto einfacher lassen sich ­Falten wegbügeln. Zudem ­gleitet das Dampfbügeleisen dann besser. 

Ein Spezialfall ist das bei Coop eingekaufte «Ferru BE2 2200» von Satrap: Es reguliert die Hitze auto­matisch und nicht über ­einstellbare Stufen. Im Test funktionierte das ordentlich. Die Noten bei der ­Bügelqualität waren durchwegs genügend oder gut. Zudem schloss das Produkt bei der Handhabung und den ­technischen Prüfungen überdurchschnittlich gut ab. Mit einem Preis von knapp 70 Franken gehört es aber auch zu den teuersten Geräten im Test.

Wer nicht allzu oft bügelt, kann sich mit dem ­Bügeleisen von Prix Garantie begnügen. Es bügelt ordentlich und kostet lediglich 20 Franken. Bei Hemden ist das Coop-Gerät zudem gleich gut wie der Testsieger. Allerdings sollte man das Bügeleisen nicht auf den Boden fallen lassen. Nach dem entsprechenden Härtetest war die Sohlenspitze beschädigt und im Innern des Geräts ein Teil lose. Immerhin: Das Gerät funktionierte danach trotzdem noch ­problemlos. 

«Ungenügend» schnitten das «Dampfbügeleisen Green» von Durabase sowie das ­«Perfect Finish 2200» von Trisa ab. Die Kommentare der ­Experten sind teils vernichtend: «Bestenfalls wurden die Falten minimal reduziert, ansonsten sehen die Textilien wie ungebügelt aus.» 

Interdiscount schreibt, dass das «Steam Iron Dampfbügeleisen» von ­Intertronic nicht mehr ­erhältlich sei.

So geht das Bügeln leichter

Das Gerät muss gut in der Hand liegen. Entsprechen Griffgrösse, Gewicht und Anordnung der Knöpfe den Bedürfnissen? Leichte Geräte sind angenehmer zu handhaben, beim Bügeln braucht man aber mehr Druck.

Bügelbretter sollten in der Höhe verstellbar sein. Das schont den Rücken.

Empfindliche Kleidungsstücke sollte man bügeln, solange sie noch feucht sind. Dann verschwinden die Falten auch bei niedriger Temperatur und man spart Strom. Durch die Feuchtigkeit in der Wäsche entsteht Dampf – so kann man den Dampfausstoss beim Gerät reduzieren.

Bei dunklen Stoffen empfiehlt es sich, ein Tuch zwischen Textil und Bügeleisen zu legen. So verhindert man unerwünschten Glanz. Bei synthetischer Kleidung lohnt sich ein solches Tuch ebenfalls.

Damit das Gerät weniger schnell verkalkt, kann man Leitungswasser mit destilliertem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen. Dies gilt vor allem für ­Regionen mit hartem Wasser: Lokale Infos gibt es unter Trinkwasser.ch

So wurde getestet

Bügelqualität: Das Labor PZT in Wilhelmshaven (D) hat nasse Kleider, ­Satin-Kissenbezüge und Geschirrtücher im Tumbler getrocknet. Dann bügelten sie die Experten während maximal fünf ­Minuten. Die Temperatur­einstellung wurde nach den jewei­ligen Empfehlungen auf dem Etikett ­gewählt.

Handhabung: Wie einfach lassen sich Temperatur und Dampf beim Gerät einstellen? Kann man problemlos den Tank nachfüllen und den Wasserstand  ablesen? Liegt das Bügeleisen angenehm in der Hand? Sind die Kontroll­anzeigen gut sichtbar? Lassen sich die Tasten ohne Umstände bedienen? Besteht durch Hitze oder Dampf eine Verletzungsgefahr? Kippt das Bügeleisen beim Abstellen leicht um?

Technische Prüfungen: Wie gleichmässig ist die Temperatur auf der Bügelsohle verteilt? Schwankt die Temperatur? Wie schnell heizt das Gerät auf? Wie hoch ist die Dampfmenge pro ­Minute? Wie viel Wasserdampf stösst das Bügeleisen aus? 

Robustheit: Die Prüfer liessen die Geräte mit der Spitze voraus aus einem Meter Höhe auf den Boden fallen. Zudem testeten sie, ob die Bügelsohlen kratzfest sind.

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