Hausverkauf

7. August 2017

von

Wie regelt sich der Hausverkauf bei nicht verheirateter Paaren ab? Im Grundbuch sind beide je zu 1/2 eingetragen. Es wurde nichts vermerkt, wer wieviel Eigenmittel gebracht hat.

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Kommentare

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von Sirio am
10.08.2017, 09:50

Schwierige Situation

Wenn Sie für den solidarisch abgeschlossenen Hypothekarkredit die gesamten Zinsen bezahlt haben, könnten Sie evtl. von Ihrem Ex-Partner die Hälfte zurückfordern. Ebenso können Sie Ihren Anteil aus dem Verkaufserlös der Liegenschaft einfordern, wenn der Ex-Partner den ganzen Betrag einkassiert hat. Der ganze Rest wurde nicht schriftlich geregelt und ist damit schwer zu beurteilen. Generell wird es für beide Parteien wahrscheinlich sehr schwierig werden, von der jeweiligen Gegenseite irgendetwas zu fordern. Wenn es bei der ganzen Angelegenheit um grössere Beträge geht, benötigen Sie meiner Meinung nach juristische Unterstützung oder zumindest eine umfassende Rechtsberatung.

von Melschu am
09.08.2017, 13:45

Nicht verheiratet

Besten Dank Sirio Wir haben absolut nichts schriftliches gemacht. Auf dem Notariat wie auch auf der Bank sind wir beide je zur Hälfe eingetragen. Wie ist es denn mit Rechnungen, darf mein Expartner mich dafür belangen? Er ist früher ausgezogen, ich habe jahrelang den Hypozins selbst bezahlt. Jedoch kam er für diverse Rechnungen auf. Im Gegenzug habe ich zum und ums Haus geschaut. Nun will er mir diese Rechnungen vom Gewinn abziehen. Darf er das? Wie sieht es mit Möbel,Autos etc aus die gemeinsam angeschafft wurden? ( auch da nichts schriftliches, weder vom Kauf noch Verkauf). Ich musste vieles wortwörtlich entsorgen ohne Gewinn, er verlangt nun aber einen Gewinn........

von Sirio am
08.08.2017, 15:47

Nicht verheiratet

Erst jetzt realisiere ich, dass es um ein unverheiratetes Paar geht. Auch in diesem Fall wird der Verkaufserlös je zur Hälfte gemäss den im Grundbuch eingetragenen Eigentumsverhältnissen aufgeteilt. Haben die Miteigentümer Eigenmittel in unterschiedlicher Höhe eingebracht, müssen sie den entsprechenden Ausgleich untereinander regeln. Wurde beim Kauf nichts Schriftliches vereinbart und kommt es zu keiner gütlichen Einigung, wird es für die Person, welche den grösseren Betrag eingebracht hat, wahrscheinlich schwierig. Da das Eherecht nicht greift, fehlt meiner Meinung nach die rechtliche Grundlage, um den Ausgleich geltend zu machen. Beim gemeinsamen Hauskauf ohne Eheschliessung sollte man mit Vorteil bereits im Zeitpunkt des Erwerbs vorsorgen, sei dies mit einer schriftlichen Vereinbarung (z.B. Konkubinatsvertrag oder Schuldanerkennung für den Fall des Verkaufs des Objekts) oder im Rahmen der Fremdfinanzierung, indem die Partei mit weniger Eigenmittel eine separate Hypothek in der Höhe der Differenz als Alleinschuldner aufnimmt und man nur für den Rest die solidarische Haftung vorsieht.

von Sirio am
07.08.2017, 09:05

Hausverkauf und güterrechtliche Auseinandersetzung separat

Grundsätzlich steht in diesem Fall der Erlös aus dem Verkauf beiden Eigentümern je zur Hälfte zu. Falls eine der Parteien Eigenmittel aus Sondergut eingebracht hat, wird dies im Rahmen einer allfälligen güterrechtlichen Auseinandersetzung berücksichtigt (z.B. bei Ehescheidung). Dies geschieht aber unabhängig von der Abwicklung des Immobilienverkaufs.

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