Weich, saugfähig und günstig

K-Tipp 02/2013 vom

Gutes Toilettenpapier muss nicht teuer sein: Die zwei bestklassierten im «Kassensturz»-Test gehören zu den günstigsten.

Laut der TV-Sendung «Kassensturz» benötigt ein Schweizer im Durchschnitt 21 Kilogramm Toilettenpapier pro Jahr – in Deutschland hingegen sind es lediglich 15 Kilogramm. Zusammen mit der Westschweizer Konsumentensendung «A bon entendeur» hat er zehn der meistverkauften Toilettenpapiere unter die Lupe genommen – alles dreilagige.

Getestet wurden Weichheit, Reissfestigkeit, Geschmeidigkeit und Dicke des Papiers. Zudem: Wie gut lassen sich die Blätter abreissen (Perforation)? Und wie schnell und wie gut wird die Flüssigkeit aufgesaugt?

Resultate: Bestnoten gabs für die Toilettenpapiere von Aldi und Denner. Auf­fallend: Sie sind im Vergleich zum drittplatzierten Produkt von Tempo mit der gleichen Gesamtnote wesentlich günstiger. Die WC-Papiere von Aldi, Denner und Tempo erzielten in fast allen Prüfpunkten gute bis sehr gute Noten.

Bei den Produkten, die nur die Gesamtnote «genügend» erreichten, war vor allem die Saugfähigkeit mangelhaft.


Die Gesamtnote «gut» gab es für folgende WC-papiere:

  • Solo Soft Classic von Aldi (Fr. 1.46 pro 100 Meter)
  • Denner Toiletten­papier (Fr. 1.61)
  • Tempo, das stark­weiche Toilettenpapier (gekauft bei Coop; Fr. 3.53)
  • Hakle Toilettenpapier mit Kamille (Migros; Fr. 4.80)
  • Oecoswiss Recycling-Tissue (Manor; Fr. 1.30)



Heikle Stoffe im WC-Papier

Der K-Tipp hat vor eineinhalb Jahren ebenfalls dreilagiges Toilettenpapier getestet (siehe Ausgabe 16/2011). Bestnoten für Weichheit, Reissfestigkeit, Saugfähigkeit und Perforation gab es damals für Tempo Toilettenpapier und Lovely Toiletten­papier.

Im Gegensatz zum «Kassensturz» untersuchte der K-Tipp die Produkte zusätzlich auf heikle Inhaltsstoffe wie Bisphenol A und Aufheller. Spuren davon fanden sich unter anderem bei den Papieren M-Budget ­(Migros), Prix Garantie (Coop) und Hakle Kamille. Völlig frei davon war Testsieger Tempo Toilettenpapier.


Die Stoffe sind aus folgenden Gründen problematisch:

  • Bisphenol A: Der Weichmacher kann ­hormonartig wirken. Der Stoff steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen.
  • Aufheller: Die in vielen WC-Papieren ­enthaltenen optischen Aufheller sind im Wasser schlecht abbaubar. Klar ist: Weichmacher und Aufheller sind nicht nötig, um reissfestes und weiches WC-Papier her­zustellen.
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