TV-Flachbildschirm perfekt in Szene gesetzt

Haus & Garten 01/2012 vom 6. März 2012

von Sabine Knosala, Haus+Garten

Moderne TV-Flachbildschirme müssen sich nicht verstecken. Ob mit Paneel, Drehfuss oder direkt an der Wand befestigt: Haus & Garten zeigt, wie Sie für Ihren Fernseher den richtigen Rahmen schaffen.

Der Fernseher nimmt in ­vielen Wohnungen einen zentralen Platz ein. Doch anders als die klo­bigen Röh­renfern­seher lassen sich moderne TV-Flachbildschirme sehr gut in die Einrichtung integrieren. Ob direkt an der Wand, an einem Paneel oder auf einem Dreh­gestell: Ein Flachbildschirm lässt sich auf verschiedene Arten in Szene setzen.


TV-Möbel, Wohnwand

Am einfachsten ist es nach wie vor, den Fernseher in der Wohnwand oder auf einem TV-Möbel zu platzieren. Das ist dank dem Standfuss auch bei Flachbildschirmen möglich. Das gute ­daran: Waren Wohnwände und TV-Möbel früher auf die aus­ladenden Masse von Röhrenfernsehern ausgelegt, sind sie nun meist weniger tief. Dadurch kann der Fernseher so aufgestellt werden, dass kein Platz verschwendet wird.


Vorteile:

  • Keine komplizierte Montage nötig
  • Keine Löcher in der Wand
  • Kabel können meist in der Wohnwand oder im TV-Möbel versteckt werden
  • Bildschirm kann problemlos verschoben werden



Nachteile:

  • Braucht mehr Platz
  • Bildschirm kann kippen



Drehgestell

Wer seinen Fernseher auf ein Möbel stellen möchte, aber nicht immer vom gleichen Platz aus Filme schaut, sollte auf ­einen Drehfuss achten. Oft wird dieser zum Fern­seher mitgeliefert. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt es mehrere Lösungen:

  • In den meisten Einrichtungshäusern findet man TV-Möbel mit drehbarem Aufsatz. Allerdings sollte man beim Drehen vorsichtig sein, damit der Bildschirm nicht kippt.
  • Das Fernsehgerät wird fest  auf ­einem Möbel mit Dreh­gestell montiert. Zum Beispiel auf das TV-Möbel «Sueda» (Fr. 299.–) von Toptip.
  • Luxuriöser ist das Mediencenter aus dem Programm «Cubus» von Pfister (Fr. 2135.–). Bei ­diesem Möbel ist der gesamte obere Teil schwenkbar. Der Fernseher wird an einem Paneel befestigt. Die Kabel verschwinden hinter dem Möbel.



Vorteile:

  • Keine Löcher in der Wand.
  • Bildschirm lässt sich drehen.
  • Beim drehbaren Mediencenter von Pfister sind die Kabel unsichtbar.



Nachteile:

  • Braucht Platz
  • Ohne fixe Montage auf dem Drehaufsatz kann der Bildschirm kippen
  • Bei einfachen Drehgestellen sind die Kabel sichtbar



Wandhalterung

Für viele kommt ein Flachbild-Fernseher erst dann richtig zur Geltung, wenn er an der Wand hängt. Es gibt starre, neigbare und schwenkbare Halterungen.

  • Mit einer starren Aufhängung wird der Flachbildschirm wie ein Bild an der Wand befestigt. Dies ist meist die einfachste und günstigste Lösung. Zudem hat der Bildschirm nur einen geringen Abstand zur Wand und wirkt deshalb nicht so wuchtig.
  • Eine Halterung, die sich leicht nach vorne kippen lässt, ist ­ideal, wenn der Bildschirm hoch hängt oder wenn man beim Fernsehen mal sitzt und mal liegt – zum Beispiel im Schlafzimmer.
  • Eine seitlich schwenkbare Halterung erlaubt es, aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Bildschirm zu schauen – zum Beispiel vom Esstisch oder vom Balkon aus.
  • Neig- und/oder schwenkbare Lösungen eignen sich nur für kleine bis mittelgrosse Bildschirme. Zudem braucht es für die beweglichen Teile meist einen gewissen Abstand zur Wand.


Wandhalterungen sind im Elektronikhandel und in Baumärkten (ab Fr. 25.–) erhältlich.


Vorteile:

  • Platzsparend
  • Bildschirm kann nicht kippen



Nachteile:

  • Montage etwas aufwendig (siehe Tipps Seite 32)
  • Nicht jede Wand ist geeignet.
  • Störende Kabel müssen versteckt werden



Tipps für die Befestigung:

  • Wand: Gemauerte Wände und Beton können Flachbildschirme tragen. Hingegen sind Gips- und meist auch Holzwände zu schwach. Unbedingt Dübel und Schrauben verwenden, die zum Mauertyp passen.
  • Gewicht: Im Handbuch oder auf der Internetseite des Herstellers nachsehen, wie schwer der Flachbildschirm ist. Nur eine Halterung kaufen, die für dieses oder ein höheres Gewicht geeignet ist.
  • Arretierung: Darauf achten, dass die Halterung über eine Arretierung verfügt, die ein seit­liches Verschieben verhindert.
  • Vesa-Norm: Jede Aufhängung besteht aus der Halterung an der Wand und einer Metallplatte, die man an die Rückseite des Bildschirms schraubt. Wichtig ist, dass die Löcher auf der Platte den gleichen Abstand zueinander haben wie die Gewindelöcher auf der Geräterückseite. Daher hat die Vesa (Video Electronics Standards Associa­tion) dafür eine Norm ent­wickelt.
  • Kabel: Um die Leitungen für Strom und angehängte Geräte wie den DVD-Player zu verbergen, gibt es in Baumarkt und Elektrohandel eine breite Auswahl an Kabelführungen, zum Beispiel aus Holz- oder Kunststoffleisten.



Paneel (Wandplatte)


Anstatt den Bildschirm direkt an die Wand zu hängen, kann  man ihn auch an einer speziellen Wandplatte (Paneel) aus Glas oder Holz befestigen. Diese Lösung ist recht neu und ­daher noch wenig bekannt. Schade, denn dadurch ergeben sich ­interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Ein grosser Vorteil: Alle störenden Kabel verschwinden hinter dem Paneel.


Paneele für den Flachbildschirm gibt es in Möbelhäusern. Beispiele: 

Zu den Paneelen «Framstå» von Ikea gibt es einen Beschlag für Flachbildfernseher. Damit lässt sich das Gerät in eine Schiene einhängen. Der Bildschirm kann seitlich verschoben oder nach oben gekippt werden, zum Beispiel um ein Kabel anzuschliessen. Die Paneele «Framstå» lassen sich mit dem Programm «Bestå» (Regale, Schränke, Vitrinen usw.) kom­binieren.

Besonderes: Die Paneele haben auf beiden Seiten unterschiedliche Farben und lassen sich daher einfach umdrehen, wenn man eine Veränderung wünscht. Auch durch­sichtige Paneele für eine indirekte Beleuchtung sind er­hältlich.

Preis für Paneele: ab Fr. 10.– für zwei Stück, Wandbeschlag Fr. 29.–).

Auch Pfister bietet diverse ­Varianten mit Paneelen an: Der Hersteller Team 7 führt in seinem Programm «Cubus» Glas­paneele und eine dazu passende Halteplatte (Preis für Paneel ab Fr. 1820.–, Halteplatte Fr. 326.–). Zudem gibt es bei Pfister weitere Wohnzimmer-Programme mit Paneelen wie beispielsweise «Topal» und «Cubo». Bei diesen Paneelen muss der Kunde jedoch selber ein Loch für die Kabel aussägen (lassen) und sich im Elektronikgeschäft um eine Aufhängung für den Bildschirm kümmern.


Vorteile
:

  • Platzsparend
  • Kabel verschwinden hinter dem Paneel



Nachteile:

  • Der Bildschirm ist nicht ­drehbar, was bei der optimalen Blickrichtung ­berücksichtigt werden muss
  • Paneele müssen an der Wand oder seitlich an ­einem anderen Möbelstück ­fixiert werden



Regal mit Schiebetür

Eine originelle Idee ist es, den Fernseher bei Nichtgebrauch hinter einer Schiebetür verschwinden zu lassen: Es gibt Möbel, die auf der einen Seite Regale und auf der anderen ­Seite eine Aussparung für einen Fernseher haben. Eine verschiebbare Tür deckt je nach Wunsch die eine oder andere Hälfte ab. So kann man ent­weder fernsehen, ohne die Regale zu sehen, oder die Regale bewundern, ohne den Fern­seher im Blickfeld zu haben.

Beispiele: TV-Möbel «York» (Fr. 799.–) von Interio, TV-Wand «Turne» (Fr. 699.–) oder «Avenue 50» (Fr. 1499.–) von Fly.


Vorteile:

  • Bei Nichtgebrauch ist das Fernsehgerät ­unsichtbar
  • Keine komplizierte Montage nötig
  • Keine Löcher in der Wand
  • Kabel verschwinden hinter dem Möbel



Nachteile
:

  • Entweder verstauben die ­Regale oder der Bildschirm
  • Braucht mehr Platz
  • Achtung Hitzeentwicklung: Deshalb oben und seitlich des Bildschirms genügend Platz ­lassen.

 

0

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Artikel verwalten

Weitere Artikel zum Thema

So braucht der TV weniger Platz

Web-TV-Plattformen im Vergleich

Cablecom: Mehr Sender in HD

Aktuelles Heft

Aktuelle Ratgeber

Ratgeber Geld anlegen und Privatsphäre

Geldberatung

Hier können Sie eine Frage an unsere Geldberatung stellen.

Unsere Handy-Apps

Testsieger saldo App

Testsieger für Apple und Android

E-Nummern App

E-Nummern für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Elektrosmog

Studien belegen: Kälber erkranken in der Nähe von Handyantennen. Doch die Telecomfirmen wollen dies nicht wahrhaben. Das ist ...

Alle Umfragen

Volksinitiative