Steuerabzug für Schneeschleuder? Viele Kantone sagen «Nein»

K-Geld 01/2018 vom

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Hausbesitzer können in Graubünden den Ersatz einer Schneefräse von den Steuern ­abziehen. In Zürich von Fall zu Fall. In vielen ­anderen ­Kantonen gelten nur die Kosten für einen Rasenmäher als ­abzugsfähiger Unterhalt.

Jeden Winter muss Oliver Tanner aus Neuenhof AG (Name ge­ändert) den Fussweg zu seinem Haus und den Vorplatz zur Garage vom Schnee befreien. Der Weg ist rund 40 Meter lang. Insgesamt muss er jeweils gegen 100 Quadratmeter Fläche räumen.

Deshalb kaufte er eine kleine Schneeschleuder. Doch nach wenigen Jahren musste sie ersetzt werden. «2000 Franken sind happig – aber wenigstens kann ich sie als Liegenschaftsunterhalt vom Einkommen abziehen», dachte Tanner. Er irrte sich: Das Schneeräumen gelte nicht als Unterhalt, sondern als Lebenshaltungskosten, schrieb das Gemeindesteueramt Neuenhof.

Die Werterhaltung der ­Liegenschaft ist entscheidend

Unterstützung erhält das Steueramt Neuenhof bei dieser Einschätzung von den Aargauer Steuerbehörden. Auch andere kantonale Steuerämter – etwa von Glarus, Luzern, St. Gallen und Thurgau – halten in ihren Merkblättern fest, dass Schneeräumen und damit auch eine Schneefräse zum Lebensunterhalt gehören. [...]

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