Profit ist wichtiger als Kinder- und Jugendschutz

K-Tipp 16/2018 vom

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In Holland gibt es bei Aldi und Lidl für Kinder keine ­Energydrinks mehr – wegen der gesundheitlichen Folgen. In der Schweiz hingegen ist ein ­Alterslimit kein Thema.

Energydrinks enthalten viel Zucker und Koffein. In einer Dose Red Bull etwa stecken rund sieben Zuckerwürfel und gleich viel Koffein wie in einem Espresso. Viele ­Kinder und Jugendliche trinken täglich mehrere Dosen. Laut Experten verschlechtert das den Schlaf, fördert Hyperaktivität und Angstzu­stände. Trotzdem verkaufen Schweizer Grossverteiler Energydrinks auch an Kinder und Jugendliche.

In Litauen ist der Verkauf an ­unter 18-Jährige schon seit längerem verboten. Supermarkt-Ketten in Grossbritannien geben Red Bull & Co. seit Anfang März nicht mehr an unter 16-Jährige ab. Und in Holland verkaufen Aldi und Lidl ab sofort keine Energydrinks mehr an unter 14-Jährige. ­Begründung von Aldi: «Wir stimulieren die Kinder, eine ­gesündere Wahl zu treffen.» 

Aldi Suisse hingegen macht ­weiter wie bisher. Zurzeit sei ­keine Altersbeschränkung für den Verkauf von Energydrinks geplant: «Wir halten uns an die gesetzlichen Vorgaben.» Auch Coop, Lidl, Ma­nor, Migros und Spar wollen den Verkauf nicht einschränken. 

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