Plastikteile in «Pflanzen-Kosmetik»

K-Tipp 19/2017 vom

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Kosmetikhersteller Yves Rocher betreibt Etikettenschwindel: In seinen angeblich hundert­prozentigen Naturprodukten steckt ­Mikroplastik.

Yves Rocher wirbt auf seiner Website mit «Pflanzen-­Kosmetik, die die Umwelt respektiert und einzigartig ist». So hat es laut ­Anpreisung im Dusch­peeling ­Mango Coriander «100 Prozent Früchte­körner». Und das Peeling Aprikosenkern-Puder bestehe zu «100 Prozent aus pflanzlichen Peeling Körnern».

Eine K-Tipp-Stichprobe zeigt jedoch: Der Hersteller ver­wendet in diesen Produkten Acrylate Crosspolymer – Mikro­plastik, das für die Umwelt schädlich ist. 

Diese Plastik­teile verschmutzen Flüsse, Seen und Meere. Wasserlebe­wesen nehmen die Teilchen mit der Nahrung auf. Sie sammeln sich im Verdauungstrakt an. Die Tiere verenden schliesslich qualvoll.

Yves Rocher nahm zu den Fragen des K-Tipp nicht Stellung.

Gut zu wissen: Folgende Be­griffe auf Kosmetikprodukten weisen auf Kunststoffpartikel hin: Acrylate Copolymer, Acry­late Crosspolymer, Dimethiconol, Methicone, Polyamide, ­Polyacrylate, Polymethyl meth­acrylate, Polyquaternium, Polyethylene, Polyethylene glycol, Polyethylene terephthalate, Polypropylene, Polypropylene glycol, Polystyrene, Polyurethane, Siloxane und Silsesquioxane.

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