Pensionskassen: Ein grosser Fonds statt 1700 Kässeli

saldo 10/2018 vom

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Statt 1700 Pensionskassen soll es künftig nur noch einen einzigen Fonds für die ­berufliche Vorsorge geben und für jeden Versicherten ein individuelles Sparheft. Diesen Vorschlag macht der Sozialversicherungsexperte Max Sidler.

Pensionskassen (Bild: DOC RABE Media - Fotolia)

Pensionskassen (Bild: DOC RABE Media - Fotolia)

Extrem hohe Verwaltungskosten, immer tiefere Zinsen auf den Sparguthaben und immer kleinere Renten: Die seit 1985 obligatorische berufliche Altersvorsorge ist zum Sanierungsfall geworden. Der Zuger Rechtsanwalt Max Sidler hat jahrzehntelange Erfahrung im Haftpflicht- und Sozialversicherungsrecht. Er sagt: «Bei der Bevölkerung ist ein steigendes Unbehagen festzustellen.» Deshalb fordert er: «Die berufliche Vorsorge muss radikal vereinfacht und komplett umgebaut werden.» 

Jedes Jahr sahnen Banken und Finanzberater Milliarden ab

Hintergrund: Von den Lohnabzügen der Angestellten für die Pensionskasse gehen 80 Prozent auf das Konto Altersguthaben. Rund 20 Prozent gehen in einen Topf, aus dem Invalidenrenten und Hinterlassenenleistungen für jene bezahlt werden, die vor der Pensionierung arbeitsunfähig werden oder sterben. Bei der Pensionierung sollte der Versicherte die einbezahlten Sparbeiträge plus den Zinsertrag als Kapital oder Rente ausbezahlt erhalten. So war das Gesetz gemeint, und so haben es die Politiker den Bürgern seinerzeit verkauft.

Gut 30 Jahre nach Einführung des Obligatoriums der 2. Säule müssen die Versicherten feststellen: Das heutige System mit 1700 Kassen ist kompliziert, ineffizient und sehr teuer. [...]

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