Nachgefasst: Bundesrat schont Dreckschleudern

saldo 04/2017 vom

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Die sechs Schweizer Zementwerke verursachen zusammen 5 Prozent aller Stickoxid- und Feinstaubemissionen (saldo 4/2012). ­Nationalrat Phillip Hadorn (SP) forderte schärfere Grenzwerte. Der Bundesrat lehnte dies kürzlich ab. Sie bleiben nun bei 500 Milligramm Stickoxid pro Kubikmeter. Deutschland schützt seine Luft besser: Dortige Zementwerke dürfen neu ab dem Jahr 2019 nur noch 200 Milligramm Stickoxide pro Kubikmeter Abluft ausstossen. Laut dem deutschen Umweltbundesamt bauen zurzeit etwa zehn weitere Zementwerke die neue SCR- Technik oder gleichwertige Filter ein. Die Betreiber der Schweizer Zementwerke haben sich bloss in einer freiwilligen Vereinbarung dazu verpflichtet, den Stickstoffausstoss auf 400 Milligramm zu senken – und zwar erst ab 2020. Für Martin Forter von der Vereinigung der Ärztinnen  und Ärzte für Umweltschutz verzögern Zementwerke und Bund die Einführung moderner Filtertechniken «auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung». 

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