Autoimporteure: Klimaschutz kommt unter die Räder

saldo 20/2017 vom | aktualisiert am

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Die Auto­importeure müssen die strengeren Normen zum CO2-Ausstoss erst zwei Jahre später einhalten als geplant. Mit diesem Entscheid garantiert der Bundesrat der Autobranche satte Gewinne mit Luftverpestern.

PS-starke Autos des Grossimporteurs Emil Frey in Safenwil AG (Bild: Emil Frey Safenwil)

PS-starke Autos des Grossimporteurs Emil Frey in Safenwil AG (Bild: Emil Frey Safenwil)

Ab 2021 hätte der CO2-Ausstoss aller importierten Neuwagen im Durchschnitt unter 95 Gramm pro Kilometer liegen sollen. Heute liegt er bei 130 Gramm. Doch der Bundesrat verschob die strenge Kohlendioxidregelung für neue Autos und Lieferwagen auf 2023. Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) ist massgeblich für Erd­erwärmung und Klimawandel verantwortlich. 

Florian Brunner von der Schweizerischen Energiestiftung kritisiert: «Der Bundesrat nimmt die Interessen der Autoimporteure wichtiger als den Schutz des Klimas.»  Und er brüskiert auch das Parlament: Dieses wollte die strenge Abgasnorm im Jahr 2021 einführen. Auf diesen Zeitpunkt wird die Norm auch in der EU verbindlich. 

Die Schweiz hinkt also hinterher. Autoimporteure können zwei Jahre länger satte Gewinne mit CO2- Luftverpestern einfahren, ohne dass sie entsprechend mehr CO2-arme ­Autos verkaufen müssen. 

Laut Ferdinand Dudenhöffer, Chef des CAR-Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen, rentieren grosse Autos für Importeure und Hersteller mehr als kleine: «Je mehr PS die ­Autos haben, umso profitabler sind sie in der Regel. [...]

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