Internet-Zensur – wegen Casinos

K-Tipp 09/2018 vom

von

Das neue Geldspielgesetz sichert in erster Linie die Pfründe der Schweizer Casinos. Dabei könnten auch ausländische Firmen AHV-Abgaben zahlen.

Unerwünscht: Mit dem neuen Gesetz werden ausländische Glücksspiel-Websites wie Pokerstars gesperrt (Bild: TERRY HARRIS (ALAMY)

Unerwünscht: Mit dem neuen Gesetz werden ausländische Glücksspiel-Websites wie Pokerstars gesperrt (Bild: TERRY HARRIS (ALAMY)

Stärkerer Schutz vor ­Spielsucht, strengere Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäscherei, Bestimmungen gegen die versuchte Manipulation von Sportwettkämpfen: Diese Punkte im neuen Geldspielgesetz, über das am 10. Juni abgestimmt wird, sind nicht umstritten. Ein Kernpunkt allerdings schon: Das Gesetz sieht nämlich vor, künftig auch im Internet Geldspiele zuzulassen. Eine Konzession können aber nur Casinos mit Sitz in der Schweiz erhalten. Der Zugang zu Internet-Spielen ausländischer Unternehmen soll mit technischen Mitteln verhindert werden.

Der Bundesrat argumentiert in der Abstimmungsbroschüre, ausländische Firmen seien heute nicht an das Schweizer Recht gebunden und müssten keine Massnahmen zum Schutz vor Spielsucht treffen. Zudem würden sie keine Abgaben zugunsten der AHV/IV oder gemeinnütziger Zwecke entrichten. Heute müssen Schweizer Casinos einen Teil ihrer Erträge abliefern. Diese Spielbankenabgabe kommt der AHV und den Standortkantonen der Casinos zugute.

Jungparteien kämpfen gegen das Gesetz 

Im Jahr 2016 erwirtschafteten die 21 Casinos in der Schweiz insgesamt einen Bruttoertrag von rund 690 Millionen Franken. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift K-Tipp und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift K-Tipp und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Neue Gerichtsurteile: Entführtes Kind darf in der Schweiz bleiben

Schweiz in Zahlen: Hotels - Jeder Vierte bucht per Internet

Diese Einkünfte sind steuerfrei

Aktuelles Heft

referendum

Schritt für Schritt zum richtigen Körpergewicht

Aktuelle Ratgeber

Schlüsselfundmarke

Aktuelle Tests

Unsere Handy-Apps

Testsieger saldo App

Testsieger für Apple und Android

Budget Alarm App

Kostenloser Budget-Alarm für Apple und Android

Aktuelle Merkblätter

Aktuelle Musterbriefe

Kostenloser Ratgeber für Menschen mit Behinderung