Im Tourismusbüro buchen hat seinen Preis

K-Tipp 04/2017 vom

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Wer über Tourismusorganisationen ein Hotelzimmer sucht, ist schlecht bedient. Oft sind die Buchungsportale unvollständig und überteuert.

Für Ferienreisende sind Tourismusbüros oft die erste Anlaufstelle, wenn sie ein Hotel suchen. Der K-Tipp wollte wissen, ob dieses Vorgehen vorteilhaft ist, und hat in einer Stichprobe 30 Zimmer in Schweizer Hotels mit den Preisen auf Booking.com und bei Tourismusorganisationen wie Myswitzerland.ch oder örtlichen Tourismusbüros verglichen. Zudem erkundigte sich der K-Tipp telefonisch oder per E-Mail direkt bei den Hotels nach den Preisen.

Bis 21 Franken teurer als Direktbuchung

Fazit: Schweiz Tourismus wie auch örtliche Tourismusbüros machten in den meisten Fällen teurere Offerten als die Hotels und Booking.com. Beispiel: Auf Myswitzerland.ch kosteten zwei Übernachtungen im Churer Hotel Zunfthaus zur Rebleuten 178 Franken. Wurde beim Hotel ­direkt angefragt, war das Zimmer rund 10 Franken günstiger. Eine Direktbuchung zahlte sich auch beim Hotel Adonis in Zermatt VS aus: Eine Nacht kostete auf Anfrage Fr. 118.75. Myswitzerland.ch verlangte dafür Fr. 140.–, Booking.com Fr. 125.–.

Das Angebot von My­switzerland.ch war in neun Fällen teurer als die Of­ferte des jeweiligen Hotels. ­

So berechnete Myswitzer­land.ch für eine Nacht im Hotel Silberhorn in Lauterbrunnen BE Fr. 121.40. Das Hotel offerierte die Nacht für Fr. 109.–. In Scuol GR kostete ein Zimmer im Hotel Bellaval auf Myswitzerland.ch Fr. 120.– . Das Hotel bot die Nacht für Fr. 110.– an.

Buchung im Hotel in zehn Fällen günstiger

Bei den örtlichen Tourismusbüros zeigte sich ein ähnliches Bild. Zehn Mal waren deren Angebote ­teurer als die Offerten der jeweiligen Hotels. Auf ­Zuerich.com kostete eine Nacht im Hotel Rössli in Zürich Fr. 217.50. Das ­Hotel selbst bot das Zimmer für Fr. 202.50 an. 

Tipp: Zuerst auf grossen Web­sites wie Booking.com, Triva­go.ch oder Kayak.ch nach ­Hotels und Preisen ­suchen. Dann den Preis ­direkt mit dem Hotel verhandeln.

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