Halbe Sachen bei Tonern und Tinten

K-Tipp 5/2005 vom 9. März 2005

von Kurt Haupt - redaktion@ktipp.ch

Druckerhersteller versuchen mit verschiedenen Maschen, zusätzliches Geld mit Tinten- und Tonerkartuschen zu verdienen. Gegen einige dieser Tricks kann man sich aber wehren.

Halbleere Toner: Vor allem bei günstigen Druckern sparen die Hersteller bei Toner und Tinte. Bei günstigen Laserdruckern werden die mitgelieferten Kartuschen meist nur teilweise mit Toner gefüllt. Beispielsweise beim Color LaserJet 2550L von Hewlett Packard reicht der farbige Toner nur für 2000 Seiten, eine volle Ersatzkartusche enthält doppelt so viel Toner. Auch der Brother HL-2700CN wird mit halbleeren Kartuschen geliefert.

Der Magicolor 2400W von Minolta enthält sogar nur ein Drittel (1500 Seiten) der maximalen Tonerkapazität. Beim Epson AccuLaser C1100 reicht der Toner für 1500 statt für 4000 Seiten. 70 Prozent Luft kauft man bei CLP 500 von Samsung, statt für 5000 Seiten reicht der Toner für 1500 Ausdrucke. Lobenswerte Ausnahme ist Oki: Die Tonerkartuschen ihres günstigsten Farblasermodells 3100 sind voll und reichen für 3000 Seiten. Bei anderen Modellen schummelt allerdings auch Oki.
- Tipp: Genau hinschauen und nach der Kapazität der mitgelieferten Patronen sowie nach dem Preis der Ersatzkartuschen fragen. Nach 10 000 bis 15 000 Seiten müssen bei Farblasern neben dem Toner oft noch andere, teure Komponenten ersetzt werden. Wenn das Tempo reicht, sind Tintenstrahler deshalb meist billiger im Farbdruck.

Seitenzähler: Oftmals signalisieren die Drucker leere Tinte oder Toner, obwohl noch mehrere 100 Seiten gedruckt werden können. Lediglich Patronen in Tintenstrahlern mit fix montierten Druckköpfen dürfen nicht leergedruckt werden, weil sonst Luft angesaugt wird. Tintensprüher mit Wegwerfköpfen und Laserkartuschen dürfen ohne Beschädigung bis zur letzten Seite drucken.
- Tipp: Manchmal blockiert ein Seitenzähler den weiteren Druck, obwohl es in der Kartusche noch Tinte oder Toner hat. Anweisungen, wie man solche Zähler auf null zurücksetzt, gibt es auf www.andre-moeller.de/edv/ tipps_druck.htm und www. uktsupport.co.uk/.

Verfalldatum: Gewisse Farbpatronen von Hewlett Packard (HP) haben ein elektronisches Verfalldatum. Danach weist sie der Drucker ab. Dies diene laut HP der Qualitätssicherung. Das Verfalldatum macht aber auch das Wiederauffüllen solcher Patronen schwieriger.
- Tipp: Genaue Anleitungen, wie man solche interne Uhren zurücksetzt, finden sich bei www.enderlin-direkt. com im Forum mit dem Suchwort «RTC» für Real-Time-Clock.

Chip: Die Tintenpatronen von Epson sind mit einem Chip ausgerüstet, der die aufgebrauchte Tinte zählt. Ist er auf null, nützt es nichts, die Patrone neu zu füllen.
- Tipp: Im Versandhandel gibt es Geräte, die den Chip elektronisch zurücksetzen. Kostenlos und einfach ist die Verwendung von Software. Auf www.ssclg.com/epsone. shtml findet sich ein Programm, welches den Chip auf den Patronen in den meisten Epson-Druckern wieder auf «voll» stellen kann.

Tintenstand: Viele HP-Tintenstrahler registrieren den Tintenstand einer Patrone im Drucker selbst. Das Gerät merkt sich den Stand der letzten drei eingesetzten Patronen, die deshalb nicht nachgefüllt werden können.
- Tipp: Auf www.alotofthings. com finden sich Anleitungen, um diese Sperre zu umgehen. Auf der Site gibt es ferner detaillierte Nachfüllanleitungen für über 50 Patronentypen.

Drucker stellt sich tot: Einige Tintenstrahler und Laserdrucker stellen sich nach einer bestimmten Seitenzahl tot und verlangen den Servicetechniker. Dies, weil entweder Komponenten ausgetauscht werden sollen oder Abfallbehälter für Resttinte oder Toner geleert werden müssen.
- Tipp: Meist lassen sich die Geräte wiederbeleben. Auf www.andre-moeller.de/edv/ tipps_druck.htm gibt es «Geheimcodes» für diverse Druckermarken.
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