Haare aufhellen kann heikel sein

K-Tipp 16/2018 vom

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Alle 13 Haaraufheller im Test enthielten ­schädliche Chemiecocktails – und sind deshalb mangelhaft oder ungenügend.

Die deutsche Zeitschrift «Öko-Test» hat Blondierungen für die Haare untersuchen ­lassen. Das ernüchternde Fazit: Alle Produkte sind mangelhaft oder gar un­genügend – dar­unter der «Blonde Extrem Aufheller mit Omegaplex, L1+» von Schwarzkopf, der «Blond Aufheller» von Syoss, die «Préference les Blondis­simes, Extreme Platinum» von l’Oréal und die «Nutrisse Crème Aufhel­lende Pflege-Haarfarbe, 100» von Garnier. In all ­diesen ­Blon­dierungen fand das ­Labor den stark aller­genen Duftstoff Lilial. Er erwies sich in Tierversuchen als schädlich für die Fortpflanzung. Zudem entdeckten die ­Experten auch PEG-­Derivate. Diese machen die Haut durch­lässiger.

In einigen Produkten fand das Labor überdies ­Mikroplastik, bedenkliche UV-Filter und halogen­organische Verbindungen. Letztere können giftig sein und Substanzen enthalten, die Krebs auslösen. 

In der Schweiz müssen alle Haarfärbemittel den Warnhinweis «Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt» aufgedruckt haben. Der Bund empfiehlt deshalb den Läden, ihr Personal entsprechend zu schulen. In einer «Saldo»-Stichprobe zeigte sich jedoch: Ein 13-jäh­riges Mädchen, das in mehr als 20 Läden Haarfarbe kaufte, wurde nie nach ­ihrem Alter gefragt ­(«Saldo» 12/2017).

Quelle: «Öko-Test», Ausgabe 10/2018, für Fr. 7.90 am Kiosk

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