Fast tausend IV-Rentner zu Unrecht bespitzelt

saldo 10/2018 vom

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Ein neues Gesetz will den Sozialversicherungen ­erlauben, Kranke und Verunfallte zu bespitzeln. Damit wollen IV, Suva & Co. Versicherungsbetrüger ­überführen. Nur: Zahlen ­geben sie keine bekannt.

Fotografiert und abgehört:  Beansprucht jemand Leistungen einer Sozialversicherung, ­sollen Privatdetektive praktisch freie Hand erhalten (Bild: istock)

Fotografiert und abgehört: Beansprucht jemand Leistungen einer Sozialversicherung, ­sollen Privatdetektive praktisch freie Hand erhalten (Bild: istock)

Wer die IV betrüge, «soll ins Gefängnis wandern, und zwar unbedingt. Man sollte Privatleuten Prämien bezahlen, wenn sie einen IV-Betrüger anzeigen und er überführt wird.» So kommentierte Mitte Mai ein Thomas F. im Internet einen Artikel im «Tages-Anzeiger» mit dem Titel: «Sozialdetektive decken jeden vierten IV-Betrug auf.» 

An diesem Titel ist jedes Wort falsch. Erstens ging es im Artikel um Versicherungsdetektive. Sozialdetektive wären im Auftrag der Sozial­ämter für die Aufdeckung von Fürsorgebetrügereien zuständig. Zweitens nennt die IV keinen einzigen Fall von Betrug. Die IV-Stellen konnten nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 630 Versicherte eines Missbrauchs von Versicherungsleistungen überführen. Bei 170 Fällen davon habe die IV eine Überwachung durch ­einen Detektiv angeordnet. [...]

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