Erbschaftssteuer: Der Arm der US-Steuervögte ist lang

K-Geld 04/2016 vom

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Da reiben sich viele Schweizer und ihre Nachkommen verwundert die Augen: Selbst wenn sie nichts mit den USA zu tun haben, müssen Erben den Nachlass in den USA versteuern – etwa, wenn das Erbe US-Wertschriften enthält.

Sie könne fast nicht glauben, was sie neulich gehört habe, schreibt eine K-Geld-Leserin: Dass Schweizerinnen und Schweizer Erbschaften in den USA versteuern müssten. In ihrem Bekanntenkreis herrsche totale Unsicherheit: «Was dürfen wir noch an US-Titeln kaufen oder behalten und was nicht?»

Was die Frau gehört hat, ist kein schlechter Witz, sondern Realität. Wohl gibt es seit 1951 zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Im Gegensatz zu anderen Staaten versäumte es die Schweiz aber, in diesem Abkommen die Besteuerung von amerikanischen Vermögenswerten im Nachlass auszuklammern. Alle Versuche, dies nach­zuholen, scheiterten bisher am Desinteresse der USA.

Betroffen von der US-Nach­lasssteuer sind neben schweizerisch-amerikanischen Doppelbürgern oder Greencard-Besitzern auch Schweizer ohne US-Bürgerrecht, die in der Schweiz wohnen und nie Wohnsitz in den USA hatten. Wenn sie erben, müssen sie alle Vermögenswerte, die einen US-Bezug ­haben, versteuern, sofern sie nicht unter eine Frei­betragsgrenze fallen.

Dazu gehören Liegenschaften in den USA, in den USA aufbewahrte Wertgegenstände und alle in den USA ausgegebenen Wertschriften. Das sind Aktien von Gesellschaften mit Sitz in den USA – etwa Apple, Coca-Cola oder General Electric. [...]

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