Ein guter Aufschneider für Fr. 7.20

K-Tipp 04/2013 vom

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Das Büchsenöffnen von Hand ist mit vielen Geräten ein Murks und birgt Verletzungs­gefahr. Ein Praxistest zeigt auch: Mit dem teuren Elektro-Öffner gehts nicht besser.

Es gibt drei Typen von Dosenöffnern:

  • Flügelschrauben: Durch die Drehbewegung treiben gezackte Räder ein Schneiderad durch den Dosen­deckel und trennen ihn ab.
  • Zangen- oder Seitenrandöffner: Sie trennen den Deckel nicht innerhalb, sondern seitlich unterhalb des Dosenrands ab.
  • Safety-Systeme: Sie öffnen die Dose von oben. Ihr grösster Vorteil: Die Deckelkanten sind weniger scharf.


Der «Kassensturz» hat zwölf der meistverkauften Dosenöffner getestet. Geprüft wurde: Wie gut liegt der Öffner in der Hand (Ergonomie)? Wie leicht lässt er sich bedienen (Abrutsch­gefahr, Kraftaufwand)? Wie hoch ist das Verletzungs­risiko?

Ergebnisse des Praxistests durch fünf Experten: Die simplen Dosenöffner mit Flügelschrauben gibts zwar schon für Fr. 4.50. Nur schneiden sie tendenziell deutlich schlechter ab als die anderen Typen mit Zangen- und Safety-System.

Grösster Mangel bei den mit «ungenügend» bewer­teten Produkten: Für das Öffnen braucht man zu viel Kraft. Und die Geräte rutschen leicht ab.

Zum Vergleich wurde auch ein elektrischer Büchsenöffner getestet. Resultat: Gesamturteil «ungenügend» – dies zu einem Preis von
Fr. 55.–.

Immerhin: Gute Dosenöffner ohne Stromunterstützung müssen nicht teuer sein (siehe unten). Sie sind einfach zu bedienen und schneiden das Blech ohne grossen Kraftaufwand.


Diese Produkte erhielten die Gesamtnote «gut»:

  • Oxo Good Grips Dosenöffner (Typ: Zangenöffner, gekauft bei Globus, Fr. 19.80)
  • Kuhn Rikon Dosenöffner Safety (Coop City, Fr. 18.90)
  • Zyliss Dosenöffner Safety (Coop/Manor, Fr. 26.90/24.90)
  • Cucina & Tavola ­Zangen-Dosenöffner (Migros, Fr. 7.20)


Übrigens: Dosen lassen sich auch mit dem Schweizer Taschenmesser öffnen. Nur: Der Umgang damit will geübt sein, wie ein K-Tipp-Praxistest eindrücklich veranschaulichte (siehe Ausgabe 5/2007). Der Dosenöffner am ­Taschenmesser erzeugte ­einen unsauberen Schnitt. Am Deckelrand mit seinen scharfen Zacken kann man sich deshalb leicht eine schmerzhafte Schnittverletzung holen. Zudem können beim Her­aus­säbeln ein­zelne Metall­stücke in die Dose fallen.

Fazit: Sackmesser sollten fürs Dosenöffnen unterwegs höchstens im Notfall eingesetzt werden.  

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