Die Nationalbank belohnt die Aktionäre – und enteignet die Sparer

saldo 08/2018 vom

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Seit drei Jahren erhebt die Nationalbank auf Guthaben einen Strafzins. Sparer, Pensionskassen und die AHV büssen dafür, dass sie Geld anlegen müssen. Die Aktionäre der Nationalbank reiben sich die Hände.

Mit Stacheldraht gesichert: Die Nationalbank in Bern kassiert Strafzinsen von Anlegern, Sparern und Rentnern (Bild: GETTY)

Mit Stacheldraht gesichert: Die Nationalbank in Bern kassiert Strafzinsen von Anlegern, Sparern und Rentnern (Bild: GETTY)

Das Schreiben der Alternativen Bank (ABS) an ihre «sehr geehrten» Kunden beginnt mit für die Bank guten Neuigkeiten: «2017 wurde uns knapp fünf Prozent mehr Geld anvertraut als im Vorjahr.» Das sei erfreulich. Die Schattenseite: Die Schweizerische Nationalbank verlange nach wie vor Negativzinsen von 0,75 Prozent. «Diese Situation veranlasst uns dazu, ab 1. Juni die Freigrenze zu senken, ab der wir den Negativzins der Nationalbank verrechnen.» Das bedeutet: Auf dem «Alltags­konto» werden den Sparern bis 50 000 Franken Guthaben 0,125 Prozent pro Jahr abgezogen, bei Beträgen über dieser ­Limite sogar 0,75 Prozent.

Börsenexperte: «Unrechtmässige Enteignung der Bevölkerung»

Die Nationalbank belastet die Guthaben der Geschäftsbanken seit Januar 2015 mit einem Strafzins von 0,75 Prozent. Jede Bank darf ihr Geld nur bis zu einem bestimmten Betrag gratis lagern. In der Regel verlangen die Banken – mit Ausnahme der ABS – von ihren privaten Kunden keinen Strafzins. Dennoch sind alle Sparer die Geprellten. [...]

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