Bundesbetriebe: 1 833 000 Franken für den Swisscom-Chef

K-Tipp 09/2017 vom | aktualisiert am

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Die Chefs von Swisscom, SBB, Post und Ruag verdienten letztes Jahr zusammen fast ­4,8 Millionen Franken. Das sind 775 000 Franken mehr als fünf Jahre zuvor – trotz Minusteuerung.

Bundesbetrieb Post (Bild: pd)

Bundesbetrieb Post (Bild: pd)

Swisscom-Geschäftsführer Urs Schaeppi darf nicht klagen: Sein Lohn stieg im vergangenen Jahr zwar nur ganz leicht an, ­­er betrug aber fürstliche 1 833 000 Franken (siehe Tabelle im PDF). Schaeppi kas­sierte damit beinahe viermal so viel wie ein Bundesrat, der sich mit rund 475 000 Franken «begnügen» musste.

Auch die Chefs anderer Unternehmen, die ganz oder mehrheitlich dem Bund gehören, erhielten letztes Jahr einmal mehr stattliche Saläre: Bei Andreas Meyer von den ­SBB war es etwas mehr als eine Million, bei Susanne Ruoff von der Post etwas weniger. Auf 912 000 Franken brachte es Urs Breitmeier von der Waffenschmiede Ruag, während für Hansruedi Köng von der Postfinance immerhin noch rund 810 000 Franken in der Lohntüte lagen (K-Tipp 7/2016, 17/2016).

Im Total beliefen sich die Löhne der CEOs von Swisscom, SBB, Post, Postfi­nance und Ruag auf knapp 5,6 Millionen Franken – und damit auf ungefähr ­die gleiche Summe wie im ­Vorjahr. 

Ein kräftiger Anstieg zeigt sich dagegen beim Blick fünf Jahre zurück: Seit 2011 nahm die Cheflohnsumme (ohne Postfinance) um rund 775 000 Franken zu. Das ist eine schöne Lohnerhöhung von 19,4 Prozent. Zum Vergleich: In der selben Periode lag die Teuerung bei minus 2,5 Prozent.

Bundesbetriebe gegen Lohnobergrenze

Übrigens: Hätten die Chefs von Swisscom, SBB, Post, Postfinance und Ruag letztes Jahr nur so viel verdient wie ein Bundesrat, wären die Lohnkosten in ihren Unternehmen unter dem Strich um 3,2 Millionen Franken tiefer ausgefallen. Mit einem Lohndeckel auf dem Niveau des Bundesratssalärs liesse sich bei den ­Bundesbetrieben also spürbar sparen. [...]

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