SBB: Die Bahn ist längst ein Immobiliengigant

saldo 18/2018 vom

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Die Schweizerischen Bundesbahnen investieren immer mehr Geld in Wohnungen, Läden und Büros statt in die Bahn. Doch Normalverdiener haben ­keine Chance auf ­bezahlbare SBB-Wohnungen.

Billig erworben, teuer vermietet: Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof (Bild: PETER WÜRMLI)

Billig erworben, teuer vermietet: Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof (Bild: PETER WÜRMLI)

Die Aufgabe der SBB ist die Grundversorgung im ­Bereich des öffentlichen Verkehrs. Das ist sogar ­lukrativ: Mit dem Per­sonenverkehr verdienten die SBB letztes Jahr 186 Millionen ­Franken (siehe ­Tabelle im PDF). Doch der ­Service public wird den Managern der Bahn immer weniger wichtig: Die gros­sen Profite locken im Immobiliengeschäft. Dort erwirtschafteten die SBB einen Gewinn von 435 Millionen Franken. Und wo Geld lockt, wird ausgebaut: Die In­vestitionen in den Personenverkehr ­sanken in den letzten Jahren – dafür ­stiegen sie bei den Immobilien. Im vergangenen Jahr ­betrugen sie im Personenverkehr noch 723 Millionen, im Immobiliensektor bereits 652 Millionen Franken («K-Tipp» 8/2018). 

Grösser als die börsenkotierte Swiss Prime Site

Mehr noch: Mit Mieterträgen von 480 Millionen Franken sind die SBB hinter dem Versicherungskonzern Swiss Life zum zweitgrössten Immobilienkonzern in der Schweiz geworden, noch vor dem grössten börsen­kotierten Immobilienverwalter Swiss Prime Site und dem Immobilienfonds Sima der UBS. 

Möglich wurde dieser Weg von der Bahn zum Immobiliengiganten, weil die SBB ihr Tafelsilber zu Gold machen. Sie bauen bei Bahnhöfen und auf nicht mehr benötigten Arealen Shoppingcenter, Bürotürme und Wohnungen. Dabei können sie aus dem Vollen schöpfen: Total besitzen sie 820 Bahnhöfe, 3500 Gebäude und 3600 Grundstücke auf 94 Millionen Quadratmetern – eine Fläche so gross wie die Stadt Zürich. [...]

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