Autofahrer «als Tester ausgenutzt»

K-Tipp 08/2017 vom

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Eine Liste von Auto-Rückrufen zeigt: Airbags und Gurte sind die häufigsten Schwachstellen.

Für 3400 Toyota-­Modelle Yaris und Auris heisst es bald: Ab in die Garage. Grund sind Probleme mit dem ­Airbag. Er könnte sich bei einem Unfall zu stark oder zu schwach aufblasen.

Der aktuelle Toyota-Rückruf passt in die allgemeine Rückrufreihe des vergangenen Jahres: Fehlerhafte Airbags und nicht funktionierende Gurtstraffer waren gemäss dem Deutschen ­Automobilclub ADAC klare Spitzenreiter. Diese zwei Sicherheitselemente machen mehr als 

die Hälfte der total 1,3 Millionen Rückrufe aus. An zweiter Stelle ­folgen Probleme mit Fenstern, Türen und der Karosserie (14 Prozent). Platz drei belegen Fehler bei der Wegfahrsperre und der Zündung (7 Prozent). Die ADAC-Experten kritisieren, dass «Konsumenten anscheinend zunehmend als ­Tester ausgenutzt werden». 

Der K-Tipp hat die beim ADAC gemeldeten Rückruf-Aktionen pro Automarke ausgezählt: Mercedes führt die Liste mit 71 Fällen an, gefolgt von Renault (57) und Volkswagen (39).

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