Auf Auskünfte von Steuerämtern ist nicht immer Verlass

K-Geld 04/2016 vom

von

Wer das Steueramt fragt, mit welchen Steuerfolgen er in einem speziellen Fall zu rechnen hat, muss aufpassen: Solche Auskünfte sind nur verbindlich, wenn eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllt sind.

Ein Ehepaar aus Sempach LU wollte alles richtig machen und fragte darum das dortige Steueramt an, wie eine zu erwartende Inva­lidenrente zu versteuern sei. Der Fall lag nicht einfach. Denn der Entscheid über die Rente war erst fünf Jahre nach dem Antrag ge­fallen – deshalb wurden fünf Jahresrenten auf einen Schlag fällig: insgesamt gut 120000 Franken.

Solche Renten sind Ersatz für Lohn und deshalb als Einkommen zu versteuern. Dies im Unterschied etwa zu Schmerzensgeldern oder Auslagenersatz. Eine einmalige Zahlung von 120000 Franken wird wegen der Steuerprogression viel stärker besteuert als fünf Auszahlungen zu je 24000 Franken. Deshalb werden solche einmaligen ­Auszahlungen so besteuert, wie wenn sie über die Jahre in regelmässigen Tranchen ausbezahlt worden wären. Die Fachleute sprechen vom «satzbestimmenden» Einkommen.

Das Steueramt gab sich bürgerfreundlich und rechnete gleich sechs Varianten durch – die teuerste mit einem satzbestimmenden Einkommen von 26000 Franken. In der definitiven Veranlagung setzte es jedoch das satzbestimmende  Einkommen auf 46000 Franken fest. [...]

Achtung: Kostenpflichtiger Artikel

Für Personen ohne Abo der Zeitschrift K-Geld und ohne Online-Abo ist dieser Beitrag kostenpflichtig.

Jetzt Abo lösen

Beitrag abrufen

Abonnenten der Zeitschrift K-Geld und Online-Abonnenten können diesen Artikel kostenlos einsehen.

Nachname/Firmenname ODER Nickname:
Abonummer ODER Passwort:

Beitrag kaufen

Dieser Beitrag kostet CHF 3.00
Es ist nur Online-Zahlung per Kreditkarte oder Postcard möglich. Nach erfolgter Zahlung senden wir Ihnen den Beitrag als PDF an Ihre E-Mail-Adresse.

Jetzt kaufen

Dieser Artikel ist folgenden Themen zugeordnet

Weitere Artikel zum Thema

Erbschaftssteuer: Der Arm der US-Steuervögte ist lang

Darf ich wissen, was mein Mann verdient?

Guter Rat ist nicht teuer