|
(0) |
Ist der Ruhepuls ständig hoch, kann dies Gefahr fürs Herz anzeigen – vor allem, wenn er mit den Jahren steigt. Das zeigt eine Studie aus Norwegen.
Schlägt das Herz bis zu 70 Mal pro Minute, stehen die Chancen gut, dass es gesund ist. Allerdings sollte auch der Puls im Lauf der Jahre so tief bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus Norwegen.
Forscher der Uni Trondheim werteten Daten von 30 000 Frauen und Männern aus. Dabei massen sie den Ruhepuls der Teilnehmer zweimal im Abstand von zehn Jahren und erfassten danach, wie viele später an Herzkrankheiten starben.
Ergebnis: Stieg der Ruhepuls von unter 70 Schlägen pro Minute auf über 85, verdoppelte sich das Herztodrisiko im Vergleich zu jenen, deren Puls über zehn Jahre konstant tief blieb.
Frühere Untersuchungen zeigten bereits: Ein hoher Puls erhöht das Sterberisiko bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten. Mit der neuen Studie konnten die Forscher diesen Zusammenhang nun auch bei anfangs kerngesunden Menschen nachweisen.
Der Ruhepuls lässt sich ganz einfach selber kontrollieren
Der norwegische Forscher Javaid Nauman empfiehlt deshalb, regelmässig den Ruhepuls zu messen – am besten morgens noch vor dem Aufstehen. Man fühlt ihn am Handgelenk, am Hals oder in der Leiste und zählt die Anzahl Schläge pro Minute. Der Zürcher Hausarzt Thomas Walser sagt: «Ein hoher Puls ist ein Hauptrisikofaktor für Herzkrankheiten, den man bisher zu wenig beachtet hat.»
Um den Puls tief zu halten, sollte man sich regelmässig bewegen. Freizeitsportler haben im Schnitt einen Puls von 60 bis 70, Profisportler von 40 bis 45. Bei Untrainierten sind Werte von etwa 80 normal. Frauen und Senioren haben meist etwas höhere Werte. Bei Babys und Kindern ist der Puls deutlich höher.
14. Januar 2012 | sm
