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Die SBB haben das beliebte «City-Hit»-Angebot letzten Sommer heimlich abgeschafft. Seither gibt es nur noch «Sparbillette» – meist zu höheren Preisen.
Mit «City-Hit» fuhren SBB-Passagiere zu günstigen Fixpreisen nach Amsterdam, Mailand oder Paris. Allein 2010 verkaufte die Bahn rund 40 000 solche Tickets. Zur Auswahl standen verschiedene Zugverbindungen.
Im letzten Juli publizierten die SBB den neuen «City-Hit»-Katalog. Was nur im Kleingedruckten steht: Bei den Angeboten handelt es sich nicht mehr um Fixpreise für eine Destination, sondern um Mindestpreise von «Sparbilletten». Passagiere sollen ab 33 Franken nach Paris, ab 24 Franken nach Mailand oder Stuttgart fahren können. Doch je nach Reisetag und Abfahrtszeit kann es schnell drei oder vier Mal so teuer sein.
Alfonso d’Ambrosio von den SBB: «Wir mussten unsere Tarife mit ausländischen Bahngesellschaften abstimmen – unsere Tarifhoheit endet an der Grenze.» Das ist nur die halbe Wahrheit. Die SBB wollten mehr einnehmen. D’Ambrosio: «Die ‹City-Hit›-Billette kannibalisierten zunehmend den Normaltarif.»
Zu günstigen Tickets gelangt man auch über ausländische Bahngesellschaften. Deutschland: www.bahn.de, Österreich: www.oebb.at, Frankreich: www.tgv-europe.ch, Italien: www.fsitaliane.it oder www.trenitalia.com.
13. Januar 2012 | Sabine Rindlisbacher, Redaktion saldo
