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Mit Fonds Risiken streuen
Soll ich ein Vermögen von 180 000 Franken in Einzeltitel anlegen oder sind Fonds sinnvoller?
Falls Sie nur Obligationen von Top-Schuldnern im Depot haben wollen, erreichen Sie mit einem Dutzend Einzeltiteln eine genügende Diversifikation. Für ein Portefeuille, das auch Aktien und vielleicht weitere Anlageklassen enthält, brauchen Sie aber viel mehr Einzeltitel, um gut diversifiziert zu sein. Auch aus Kostengründen empfehlen sich in diesem Fall Fonds, vor allem günstige Exchange Traded Funds (ETF).
Schlecht verzinste Einmaleinlage
Mir liegt eine Offerte vor für eine Einmaleinlage von 150 000 Franken. Das von der Versicherung garantierte Erlebensfallkapital nach zehn Jahren beträgt 161 667 Franken. Mit Überschussanteilen sind es 178 179 Franken. Den Versicherungsschutz brauche ich nicht. Kann ich das Geld mit mehr Zins anlegen?
Das garantierte Erlebensfallkapital bedeutet einen Zins von 0,75 Prozent. Auf die in Aussicht gestellten Überschussanteile können Sie sich nicht verlassen. Rechnen Sie nur mit dem Zins, den Sie auf sicher haben. Mit guten Angeboten von zehnjährigen Kassenobligationen fahren Sie schon etwas besser, obschon Sie dafür Einkommenssteuern zahlen müssen. Doch so oder so – der Zins ist extrem tief. Es ist wahrscheinlich, dass das Zinsniveau in den kommenden Jahren ansteigt, vielleicht sogar kräftig. Wer mit diesem Szenario rechnet, parkiert sein Geld heute in kurz laufenden Obligationen oder auf dem Sparkonto, um später von höheren Zinsen zu profitieren.
23. Oktober 2011 | Sabine Rindlisbacher, Redaktion saldo
