|
(0) |
Josef B. reservierte für sechs Kegelfreunde einen Sonntagsbrunch. Die Kollegen trafen sich wie vereinbart im Panorama-Restaurant «Säntisblick» in Abtwil SG und fragten nach dem reservierten Tisch. Doch keiner der Serviceangestellten konnte sich an eine Reservation erinnern. Zum Glück hatte es genügend Platz für alle, und bald stürmten die Freunde das reichhaltige Frühstücksbuffet. Nachdem sich alle satt gegessen hatten, bezahlte Josef B. die Rechnung – froh, dass alles rund gelaufen war.
Zu früh gefreut: Wenige Tage später lag eine Rechnung des «Säntisblick» im Briefkasten: Josef B. habe am letzten Sonntag einen Tisch für sechs Personen reserviert, sei aber nicht erschienen. Deshalb müsse er die bestellte Konsumation bezahlen.
Josef B. war entrüstet und verlangte vom Restaurant eine Erklärung. Die dafür zuständige Person meinte jedoch erstaunt, man wisse hier nichts von einer solchen Rechnung. Der Brunch sei ja bar bezahlt worden.
Josef B. meldete den mysteriösen Fall der saldo-Hotline. Er hatte keine Lust, den Brunch zweimal zu bezahlen.
Ich überprüfte die Rechnung und sagte zu Josef B.: «Sie müssen leider nochmals bezahlen!» Warum? Josef B. hatte zwar im «Säntisblick» gebruncht und bezahlt – reserviert hatte er aber bei der Konkurrenz im «Säntispark»!
21. Juni 2011 | Hans Ruedi Schmid
