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Der Gesundheitstipp berichtete im Mai über Medikamente gegen Akne. Danach stellten Leserinnen und Leser telefonisch Fragen. Hier sind die wichtigsten Antworten der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI.
Sind Medikamente nötig?
Früher haben wir die «Bibeli» in der Pubertät ausgestanden. Heute verschreiben manche Ärzte wegen unreiner Haut sofort eine Tablette. Ist das nicht übertrieben?
Sie haben recht: Früher haben die Ärzte bei Akne weniger häufig Tabletten verordnet. Das liegt daran, dass es damals keine wirksamen Medikamente gegen diese Hautkrankheit gab. Deshalb waren Menschen mit starker Akne oft ein Leben lang von Narben gezeichnet. Das sieht man heute praktisch nicht mehr.
Soll ich Roaccutan nehmen?
Ich habe diverse Akne-Mittel probiert. Jetzt überlege ich, ob ich Roaccutan-Kapseln nehmen soll. Können Sie das Medikament empfehlen?
Roaccutan kann heftige Nebenwirkungen haben. Sie sollten es deshalb nur verwenden, wenn andere Mittel nicht oder ungenügend wirken. Aber auch dann, wenn die Gefahr gross ist, dass sich wegen der Akne Narben im Gesicht bilden. Schwangere dürfen Roaccutan nicht einnehmen.
Wirken Tabletten besser?
Ich habe leichte Akne. Soll ich Antibiotika-Tabletten nehmen oder eher eine Creme mit Antibiotika?
Bei leichter Akne genügt die lokale Behandlung mit einer antibiotischen Salbe. Wenn das nicht hilft, obwohl Sie konsequent cremen, können Sie zusätzlich Antibiotika-Tabletten schlucken. Ärzte empfehlen die Tabletten auch, wenn der Rumpf (Bauch, Brust, Rücken) stark befallen ist.
04. Juni 2011
