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Wer SMS mit Sonderzeichen wie «ç» oder «ë» versendet, kann eine böse Überraschung erleben. Die Länge einer SMS verkürzt sich je nach Handymodell von 160 auf 70 Zeichen, sobald ein Sonderzeichen verwendet wird. Die Folge: Eine SMS von normaler Länge wird auf drei Nachrichten aufgeteilt und kostet entsprechend dreimal so viel.
Das passiert, weil der Standard-Zeichencode keine Sonderbuchstaben unterstützt. Es gibt jedoch einen zweiten Code, den UCS2-Code, der sämtliche Buchstaben aller Sprachen unterstützt. Werden Zeichen dieses Codes verwendet, wird die maximale Länge einer Kurznachricht automatisch auf 70 Zeichen reduziert, wie Swisscom-Sprecher Olaf Schulze erläutert.
Manche Handys sind so programmiert, dass sie gewählte Sonderzeichen durch ähnliche bekannte Zeichen ersetzen, also ein «ë» durch ein «e». Andere Geräte jedoch greifen automatisch auf den UCS2-Code zu. Wer dies nicht will, kann bei den meisten Geräten im Handymenü bei den Mitteilungen die Option wählen «Reduzierte Unterstützung von Sonderbuchstaben». Dies spart Zeichen – und Ärger.
30. August 2010 | Mirjam Fonti, Redaktion saldo
