Artikel | K-Tipp 08/2010
Gewusst wie …
Im Internet findet man Infos und Wissenswertes, das man gern archivieren möchte. Doch wie macht man das am besten? Denn: Was man heute liest, kann morgen schon verschwunden sein.
Wer mehr oder weniger gezielt durchs Internet surft, stösst häufig auf interessante Informationen. Viele PC-Nutzer drucken die betreffenden Seiten aus und legen sie in Ordnern ab. Andere legen die Adresse der Seite als Lesezeichen bzw. Favorit auf ihrem Computer ab.
- Lesezeichen/Favorit speichern: Wer beispielsweise bei www.gesalzen-gepfeffert.ch das Rezept für die Appenzeller Spezialität Holderzonne (Holunderbeerkompott) gefunden hat, kann diese Adresse vom PC archivieren lassen: Mit der Maus «Lesezeichen» und dann «Lesezeichen hinzufügen» wählen (beim Internet Explorer «Favoriten», «Zu Favoriten hinzufügen»).
- Lesezeichen/Favorit auffinden: Will man später direkt zu dieser Adresse surfen, ruft man im Browser die Liste seiner Lesezeichen auf, klickt das gewünschte an und springt so direkt zum Rezept. Ist allerdings die Webseite aus dem Internet verschwunden oder wurde die Struktur verändert, nützt das Lesezeichen nichts mehr.
- Speichern als PDF-Datei: Wer wichtige Informationen behalten will, sollte sie deshalb selber speichern. Am besten erstellt man dazu eine PDF-Datei. Sie lässt sich unter Mac OS, Windows und Linux erzeugen, anzeigen und falls nötig auf Papier ausdrucken. Ein PDF sieht wie das Original aus, das heisst:
Schriften, Bilder und Tabellen bleiben erhalten. Achtung: Windows-Nutzer müssen zuerst einen PDF-Druckertreiber installieren, zum Beispiel unter www.bullzip.com. Und so geht man vor: Im Browser das Rezept auf den Bildschirm holen, dann den üblichen Druckdialog des Browsers aufrufen und dort den PDF-Drucker für die Ausgabe wählen. Dadurch wird ein PDF erstellt, das man frei benennen kann (Holderzonne) und im gewünschten Ordner (z. B. mit Namen «Rezepte») speichert.
Solche PDF-Dateien lassen sich beliebig kopieren, per Mail verschicken und auch ausdrucken. PDF-Dateien eignen sich übrigens sehr gut, um im Internet abgeschlossene Käufe zu dokumentieren. Man sollte dann nicht nur die Bestellung, sondern auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) als PDF auf der Festplatte bzw. in einem Ordner sichern.
Papier- oder PDF-Archive haben aber einen grossen Nachteil: Man verliert alle Verknüpfungen. Befindet sich beispielsweise beim Rezept ein Link auf andere Gerichte aus dem Appenzell, ist dieser nutzlos.
- Internetseiten mit Links speichern: Will man Websites mit allen Links speichern, wählt man bei Firefox den Befehl «Datei, Seite speichern unter», beim Internet Explorer «Datei, Speichern unter». Dadurch entsteht ein neuer Ordner, der über 100 Dateien enthalten kann. Das lässt sich kaum vernünftig verwalten. Firefox bietet eine gute Alternative: Die Erweiterung Scrapbook+ macht den Browser zum Archivar.
Man drückt auf einer Website die rechte Maustaste und wählt den Befehl «Seite archivieren». Darauf speichert Scrapbook die Seite mit allen Bildern und Links in seiner Datenbank. Später lässt sie sich genau so aufrufen, wie sie zum Zeitpunkt der Archivierung ausgesehen hat. Man kann aber auch die allenfalls aktualisierte Seite anzeigen lassen. Das Scrapbook-Archiv wird in Ordnern verwaltet und mit Kommentaren ergänzt.
Die integrierte Suchfunktion durchforstet später das ganze Archiv im Volltext. Man findet das Holderzonne-Rezept also auch, wenn man sein Archiv nach «Holunder» durchsucht.
18. April 2010 | Kurt Haupt
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