Artikel | saldo 05/2010
Inseln für Entdecker: 10 Tipps abseits des Massentourismus
Auf Eilanden wie der Isla de Ons in Spanien kann man die intakte Natur geniessen. saldo stellt zehn Inseln mit ihren Besonderheiten vor.
Mallorca, Gran Canaria und Kreta: Das waren laut den drei grossen Schweizer Reiseveranstaltern M-Travel, Kuoni und Tui die am häufigsten gebuchten Inselziele im letzten Jahr. Beliebt sind auch Zypern, die Malediven, Phuket und die Dominikanische Republik.
Klar ist: Alle diese Destinationen bieten Traumstrände, Sonne, Tauchgründe, Nachtleben und Natur. Man muss diese Dinge jedoch mit tausenden anderen Touristen teilen. Oft sind die Küsten mit Hotelburgen zugebaut, der Charme der ehemaligen Fischerdörfer von Leuchtreklamen und dem Geruch von Fast Food übertüncht.
saldo stellt deshalb zehn Inseln vor, die weder in den Programmen der grossen Reiseveranstalter auftauchen, noch als Pauschalreisen buchbar sind. Diese Inseln bieten ein anderes Inselerlebnis fernab vom Massentourismus. Flug und Unterkunft müssen entweder selbständig im Internet oder über ein Reisebüro gebucht werden.
In Europa
- Isla de Ons, Spanien: Die zu einem Nationalpark gehörende Insel wird ganzjährig nur von fünf bis zehn Menschen bewohnt und ist von der galizischen Ortschaft Bueu aus mit der Fähre zu erreichen. Die Insel eignet sich für Ruhesuchende, Wanderer und Naturliebhaber.
Unterkunft: Es gibt einen Campingplatz, der gratis benutzt werden kann. Der Aufenthalt ist aber auf sieben Tage beschränkt. Im «Haus Acuna» gibt es 20 Doppelzimmer mit Bad und zwei Appartements. Ein Doppelzimmer mit Frühstück gibts ab 90 Franken pro Nacht. Ein Appartement mit Frühstück für eine Woche für zwei Personen ist ab 600 Franken zu haben.
Info: www.isladeons.net/deutsch
- Alicudi, Italien: Auf der abgelegensten Insel der Äolen gibt es kaum Strassen. Treppen und Fusswege verbinden die Ortsteile. Die wenigen Häuser, Läden und ein Lokal liegen am Hafen.
Unterkunft: Zimmer und Ferienhäuser werden vor allem privat vermietet. Die «Casa Ibiscus» etwa bietet Platz für vier Personen und kann im Sommer für 2100 Franken die Woche gemietet werden. Eine Nacht im einzigen Hotel im Doppelzimmer mit Halbpension kostet pro Person 112 bis 142 Franken.
Info: www.alicudi.net oder www.alicudihotel.it/deu
- Salina, Italien: Salina gehört ebenfalls zu den äolischen Inseln. Zu sehen gibt es Reste von römischen Thermen sowie eine antike Fischfabrik. Einige Szenen des Filmes «Il Postino» wurden in der Bucht von Pollara gedreht. Salina eignet sich für Wander- und Badeferien.
Unterkunft: Ferienhäuser und Hotels. Im «Ariana» mit 15 Zimmern kostet das Doppelzimmer mit Frühstück ab 165 Franken pro Nacht. Appartements gibt es ab 120 Franken pro Nacht.
Info: www.salinahotel.info oder www.hotelariana.it/deu-hotel.htm
- Grimsey, Island: Wer Grimsey besucht, erhält ein Polarkreis-Zertifikat, denn die Insel liegt mitten auf dem Polarkreis. In nur fünf Stunden kann man sie zu Fuss umrunden. Insgesamt gibt es 60 Vogelarten auf Grimsey. Ein Tagestrip von Island aus (Dauer zwei Stunden) ist ab 282 Franken möglich.
Unterkunft: Es existieren zwei Gästehäuser und ein Matratzenlager im Gemeindezentrum in Sandvik.
Info: www.island-lexikon.de/Grimsey.html, www.visitakureyri.is/en sowie www.islandtours.ch
- Poros, Griechenland: Ein Höhepunkt der zweigeteilten Insel ist das Kloster Zoodochos Pigi mit seinen Ikonen. Archäologisch Interessierte können zudem die Überreste des Poseidon-Tempels und der antiken Stadt Kalauria besuchen.
Unterkunft: Auf Poros nächtigt man in Pensionen. Ein Doppelzimmer mit Frühstück im «Kalimera» zum Beispiel gibt es pro Nacht ab 110 Franken.
Info: www.poros.de
In Übersee
- Molokai, Hawaii: Im Norden liegt die schroff-steile Pali-Küste, im Süden ist es flach und das Meer ruhig. Der Osten trumpft mit Regenwald und grünen Tälern. Im Westen hingegen finden sich Wüsten- und Steppenlandschaft. Strände gibt es auf der ganzen Insel zu entdecken.
Unterkunft: Hotels, Appartements sowie Miethäuser und Hütten an den Stränden sind ab 170 Franken pro Nacht zu haben.
Info: www.hawaii-tourism.de
- Saba, Karibik: Saba eignet sich kaum für klassischen Badeurlaub, da die Insel über keine Sandstrände verfügt. Stufenwege verbinden die vier Ortschaften. Erst 1940 wurde die erste Strasse angelegt. Hier kann man wandern und tauchen.
Unterkunft: Einfache Doppelzimmer mit Frühstück pro Nacht für rund 150 Franken gibt es etwa im «Scouts Place».
Info: www.sabadivers.com/deutsch/about_saba.htm
- Chiloé, Chile: Nach Feuerland ist Chiloé die zweitgrösste Insel des Landes. Ein Teil der zirka 150 Holzkirchen sowie die Ortschaften, in denen sie stehen, gehören seit 2000 zum Unesco-Weltkulturerbe. Typisch sind auch die Palafitos, farbenfrohe Stelzenhäuser im Wasser.
Unterkunft: Es gibt nur wenige Hotels. Die Zimmerpreise pro Nacht mit Frühstück im Doppelzimmer beginnen bei 75 Franken.
Info: www.backpackerschile.com oder www.latinhotels.com
- Block Island, USA: Auf der 11 Kilometer langen und 5,6 Kilometer breiten Insel gibt es mehrere hundert kleine Seen mit Stränden. Block Island bietet sich auch für Velotouren an.
Unterkunft: Übernachten kann man im Cottage oder im Appartement. In der Hochsaison bewegen sich die Preise zwischen 250 und 450 Franken die Nacht.
Info: www.blockislandinfo.com
- Manitoulin Island, Kanada: Auf der grössten Insel der Welt in einem Süsswassersee kann man fünf Indianerreservate durchqueren. Wandertouren werden oft von den Ureinwohnern geführt.
Unterkunft: Einfache Hütten erhält man bereits ab 665 Franken die Woche.
Info: www.manitoulintourism.com oder www.tripwolf.com/de
Insel-Rating: Färöer auf Platz eins
Die Zeitschrift «National Geographic» hat in Zusammenarbeit mit der George-Washington-Universität 2007 insgesamt 111 Inseln von einer 522-köpfigen Expertengruppe bestehend aus Tourismusfachleuten und Biologen bewerten lassen.
Beurteilt wurde, welche Inseln trotz des modernen Tourismus ihre Identität am besten bewahren konnten. Auf Platz eins landeten die im Nordatlantik gelegenen 18 Färöer-Inseln. Die Experten zeigten sich laut «National Geographic» beeindruckt von den unberührten Inseln mit ihren spektakulären Wasserfällen und Häfen.
Für eine Woche Ferien auf den Färöer-Inseln mit Flug, Fähre und Mietauto sowie Zimmer/Frühstück in einem einfachen Gästehaus ist pro Person allerdings mit Kosten von rund 2500 Franken zu rechnen. Auf den Plätzen 2 bis 10 folgten die Azoren (Portugal), die Lofoten (Norwegen), die Shetland Islands (Schottland), Chiloé (Chile), Isle of Skye (Schottland), Kangaroo Island (Südafrika), Mackinac Island (USA), Island, Aran Inseln (Irland), Texel (Holland) und Bora Bora (Französisch-Polynesien).
13. März 2010 | Andreas Schildknecht, Redaktion K-Tipp/saldo
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Inseln für Entdecker: 10 Tipps abseits des Massentourismus
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