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Artikel | K-Geld 01/2010

Surfen per Handy und Laptop: Kostenfallen müssen nicht sein

Im In- und Ausland elektronische Post lesen und versenden: Das funktioniert beim richtigen Vorgehen zum Nulltarif.

Viele Geschäftsleute müssen ständig erreichbar sein. Unabdingbar ist da ein Internetzugang. Das Problem: Wer im In- und Ausland auf mobile Datenautobahnen setzt, zahlt rasch horrende Preise für den Datenverkehr. Denn der Internetzugang ist teuer: Ein 2 Megabyte grosses E-Mail mit drei Fotos landet bestenfalls innert 10 Sekunden auf dem Handy, kostet im Ausland aber bis zu Fr. 30.–.

Tipp: Geschäftsreisende sollten sich  deshalb schon bei der Hotelbuchung erkundigen, ob der Internetzugang gratis ist. Viele Hotels haben im Zimmer entweder einen kabelgebundenen Internetzugang oder einen drahtlosen Zugriff über  WLAN (Wireless Local Area Network). In den USA gehört Gratis-WLAN bereits zum Standard. In Europa ziehen viele Mittelklassehotels nach.

Luxushotels bieten zwar einen kabelgebundenen Internetzugang für den Laptop, knöpfen den Gästen dafür aber pro Tag bis zu Fr. 40.– ab. Günstiger sind öffentliche Computer im Hotel. Nachteil: Der zuverlässige Schutz der E-Mail-Zugangsdaten ist nicht gewährleistet.


Öffentliches Gratis-WLAN nutzen

Ausserhalb von Hotels findet sich in Städten meist problemlos ein Gratis-Tor ins Internet – per öffentlichem Funknetzwerk (Public WLAN). Dazu genügt ein neuerer Laptop bzw. ein internetfähiges Smartphone. Für den Gratis-Zugriff auf solche «Hotspots» braucht es nicht einmal ein Passwort. Vorteil: Man mailt und surft  wie zu Hause mit meist hohem Tempo.

Gratis-WLAN offeriert zum Beispiel  die  US-Kaffeehauskette Starbucks in der Schweiz und in vielen weiteren Ländern. McDonald’s will weltweit einen kostenlosen Zugang einrichten. Gäste der über 140 McDonald’s-Restaurants in der Schweiz und in Liechtenstein können bereits jetzt kostenlos und zeitlich unbegrenzt surfen – Kosten fallen einzig für den «Zwangskonsum» an. Ganz ohne Geld kommen Besucher in Luzern aus: In grossen Teilen der Innenstadt gibts Gratis-WLAN für alle. Dasselbe gilt am Zürcher Limmatquai. Erfreulich: In mehreren Schweizer Städten teilen private Sponsoren ihren Internetanschluss mit der Öffentlichkeit. Details unter www.openwireless.ch.


Königsweg: Internetdatenbanken

Auf der Suche nach einem drahtlosen Gratis-Internetzugang helfen auch die Portale Swiss-hotspots.ch, Freie-hotspots.de, Hotspot-locations.com, http://wi-fi.jiwire.com und http://wifi-hotspot.org. Wer Hotspots auf einer Landkarte suchen will, wird auf Map24.com fündig, ebenso bei Open wifispots. com und Wefi.com. Das Gratis-Programm Free WiFi Finder zeigt iPhone-Besitzern ausserdem automatisch den nächsten kostenlosen Internetzugang an. Ein Note- oder Netbook kann auch selber direkt nach Gratis-Hotspots suchen. Dabei hilft das Programm Inssider für Windows XP/Vista bzw. Istumbler für Apple-Rechner.


Bezahl-WLAN als Ausweg

Neben Gratis-WLAN gibt es Drahtlosinternet, das nur zahlenden Abonnenten offensteht. Weltweite Anbieter: Fon, Orange, Swisscom und WeRoam. Für solche Internetzugänge benötigt man meist einen Benutzernamen und ein Passwort. Die Zugangsdaten erhalten Handyabonnenten beim Nutzen solcher WLAN-Netze direkt per SMS. Je nach Handy-Abo ist eine bestimmte Nutzungsdauer kostenlos. Bei praktisch allen Anbietern kann  eine bestimmte Surfzeit zudem per Kreditkarte gekauft werden. Die Kosten sind in der Regel für 15 Minuten, 1 Stunde und einen ganzen Tag gestaffelt.


Laptop: Internetzugang übers Handynetz

Ist kein WLAN verfügbar, muss man sein Notebook via Handynetz mit dem Internet verbinden. Dazu wird das Mobiltelefon per USB-Kabel oder Bluetooth-Funk mit dem Rechner verbunden. Egal ob direkt mit dem Handy oder auf dem Notebook – es kostet im Ausland bis zu Fr. 15.– pro Megabyte Datenverkehr.

Tipp: Erkundigen Sie sich vor dem Auslandtrip bei Ihrem Mobilfunkanbieter über Sparoptionen (siehe unten). Auch in der Schweiz gilt: Wer ein Handy-Abo ohne intergriertes kostenloses Surfvolumen hat, zahlt je nach Anbieter bis zu Fr. 8.– pro Megabyte.


Kostenübersicht: Kleine Helfer

  • Swisscom: iPhone-Besitzer haben den aktuellen Stand ihrer Surf- und Handykosten im Griff – dank Mobilecredit. Das Programm ist im iTunes Store für Fr. 2.20 verfügbar. Kunden mit anderen Handys erfahren die Kosten, wenn sie ein SMS mit dem Text «Rechnung» an Nr. 444 senden. 
  • Bei Orange lassen sich die laufenden Kosten gratis abfragen:  #123# und Anruftaste drücken.  Sunrise-Kunden tippen auf dem Handy die Tastenkombination *133# und drücken «Anrufen». Das Antwort-SMS ist kostenlos.



Surfoptionen abonnieren

Wer horrende Kosten fürs Abrufen seiner E-Mails vermeiden will, sollte kostenpflichtige Surfoptionen in Betracht ziehen. In der Schweiz rechnet sich bei intensiver Nutzung vor allem die Pauschale von Swisscom auf dem Prepaid-Abo Natel Easy liberty uno: Einen Tag unbeschränkt surfen kostet Fr. 5.–. Bei Sunrise gibt es für Fr. 7.50 pro Monat 250 Megabyte Datenvolumen. Orange bietet mit Optima Internet 5 Megabyte für monatlich Fr. 5.–. Wichtig: Die Surfoptionen von Sunrise und Orange sind nur als Zusatz zu einem bestehenden Handy-Abo erhältlich.


Spartipps fürs Ausland

Wer im Ausland grössere Datenmengen über das Handynetz transferiert, kommt mit einer lokalen SIM-Karte noch günstiger weg. Ist das nicht möglich, bietet Vodafone.de mit Websessions weltweiten Internetzugriff über alle Netzanbieter. Der Dienst kostet für 24 Stunden je nach Land Euro 15.– bzw. 30.– inkl. 50 Megabyte Datenvolumen. Bei Schweizer Handyanbietern spart man mit speziellen Ausland-Abos – die man vor der Nutzung buchen oder aktivieren muss – bis zu 70 Prozent Kosten. Dafür zahlt man Monatspauschalen.

Und: Wer ein WLAN-fähiges Handy  hat, sollte für den E-Mail-Verkehr Gratis-Hotspots wählen. Die dazu nötigen Einstellungen  liefert die Handyanleitung. Tipp: Vor der Reise ins Ausland die E-Mail-Abwicklung über WLAN ausprobieren und sicherstellen, dass kein kostenpflichtiger Datenverkehr anfällt. Ansonsten liegt nach der Rückkehr allenfalls ein teures Souvenir von Ihrem Mobilfunkanbieter im Briefkasten.

31. Januar 2010 | Kurt Haupt


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Grosse Unternehmen wie Swisscom und Post geben an Volksschulen Kurse. Was meinen Sie dazu? ...mehr dazu im Artikel «Schüler im Visier von Unternehmen»
Finde ich gut. So lernen Schüler etwas aus der Praxis.
Kein Problem. Solange der Lehrer dabei ist.
Firmen haben in Schulstunden nichts zu suchen.
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