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Noch immer sind Wintersportler nach Unfällen finanziell schlecht geschützt, wenn der Schuldige keine Haftpflicht hat.
Kollidieren zwei Skifahrer auf der Piste, erhält das Opfer Schadenersatz von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers. Finanziell schlecht sieht es für die Opfer aus, wenn sich die Schuldfrage nicht eindeutig klären lässt oder der Schuldige keine Haftpflicht hat. Das liesse sich mit einer im Skipass enthaltenen Kausalhaftpflichtversicherung lösen, ähnlich der Velovignette. Eine solche Versicherung würde ohne Berücksichtigung des Verschuldens für finanzielle Schäden aufkommen wie Invaliditätskosten, Einkommensausfall, Haushaltshilfen, Schmerzensgeld oder Versorgerschäden für Kinder.
saldo hat im Januar 2009 auf diese Versicherungslücke hingewiesen und stiess bei Bergbahnbetreibern auf Verständnis. Trotzdem hat sich seither nichts getan. 22 Skigebiete, darunter St. Moritz, Zermatt, Verbier oder Titlis Rotair bieten weiterhin die Versicherung Snowcare der Coris AG an. Aber diese nützt wenig, da sie keine Leistungen erbringt, wenn sich der Unfallverursacher nicht eindeutig ermitteln lässt. Die in der Schweiz obligatorische Unfallversicherung und die privaten Haftpflichtversicherungen decken die bei Snowcare versicherten Risiken aber bereits. Fast alle Schweizer haben eine solche abgeschlossen, Snowcare lohnt sich also nur für Ausländer.
18. Januar 2010 | Jonas Arnold, Marc Mair-Noack
