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Jetzt kann man sich gegen Schweinegrippe impfen lassen. Fachleute mahnen zur Vorsicht: Schwangere sollten besser noch zuwarten.
Zwei Impfstoffe gegen die Schweinegrippe haben die Schweizer Behörden zugelassen – und beide enthalten umstrittene Wirkstoffverstärker. Für den Arzt Etzel Gysling ist das unverständlich: «Ein Impfstoff ohne diesen Zusatz wäre besser verträglich und wissenschaftlich besser dokumentiert», sagt der Herausgeber der unabhängigen Fachzeitschrift «Pharma-Kritik». Gysling kritisiert, dass die längerfristigen Risiken der beiden zugelassenen Impfstoffe Pandemrix und Focetria noch nicht genügend erforscht sind. Gysling: «Ich rate deshalb keiner Schwangeren, sich mit einem dieser beiden Stoffe zu impfen.» Komme ein besserer Impfstoff auf den Markt, müsse man die Situation neu beurteilen.
Peter Schönhöfer von der Fachzeitschrift «Arznei-Telegramm» kritisierte bereits in der letzten Ausgabe des Gesundheitstipp die Impfstoffe. Er verweist auf die USA: Dort gibt es Impfstoffe, die sich auch für Schwangere eignen. Irritierend: Das Bundesamt für Gesundheit spricht zwar davon, dass man für alle Menschen in der Schweiz einen Impfstoff habe, «der sicher und getestet» sei. Doch die Heilmittelbehörde Swissmedic sagte an derselben Medienkonferenz, Schwangere müssten die Vor- und Nachteile einer Impfung selber abwägen. Etzel Gysling ärgert diese Haltung: «Die Behörde schiebt so die Verantwortung ab.» Das sei unfair gegenüber den Schwangeren. Diese seien damit überfordert.
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Schweinegrippe: Nicht zugelassen: Impfstoff Celtura
Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat den Novartis-Impfstoff Celtura nicht zugelassen. Schon im September warnte der Pharmakologe Peter Schönhöfer vom Fachblatt «Arznei-Telegramm» im Gesundheitstipp: «Ein Massenimpfen mit diesem neuen Impfstoff ist beim heutigen Stand der Kenntnis ethisch nicht vertretbar.» Der Stoff ist zu stark verunreinigt und ein Risiko für den Menschen.
Experten befürchten, der Stoff könnte Krebs auslösen. Anders als andere H1N1-Impfstoffe basiert Celtura nicht auf Hühnereiern, sondern auf Krebszellen von Hunden. Hersteller Novartis schmetterte damals die Vorwürfe ab – und verwies auf «zahlreiche klinische Studien». Die US-Behörden hätten zudem bestätigt, dass für Geimpfte «praktisch kein Krebsrisiko» bestehe.
01. November 2009 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp
