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Artikel | Gesundheits-Tipp 10/2009

Risiken für das Ungeborene

Ab Oktober kann man sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Doch neuartige Substanzen im Impfstoff bergen Risiken.

Schwangere haben ein höheres Risiko für Komplikationen, wenn sie die Schweinegrippe bekommen. Darüber sind sich alle Fachleute einig. Trotzdem raten Experten der Fachzeitschrift «Arznei-Telegramm» Schwangeren von einer Schweinegrippe-Impfung ab. «Das Risiko der Impfung ist für die Frauen und ihre ungeborenen Kinder zu gross», sagt Peter Schönhöfer von der Fachzeitschrift.

Der Grund: Die Impfstoffe von Glaxo Smith Kline und Novartis enthalten sogenannte Wirkstoff-Verstärker. Diese sind bislang nicht in Impfungen verwendet worden. «Dies erachten wir als bedenklichen Grossversuch», schreibt das «Arznei-Telegramm». Dessen Experten halten die Situation für «unhaltbar»: Einerseits führe man aus ethischen Gründen keine klinischen Tests bei Schwangeren durch. Andererseits würden die Behörden empfehlen, Schwangere zu impfen – «also unkontrolliert und ohne Absicherung durch Studien».

Ganz anders in den USA: Dort gibt es einen Impfstoff, der keinen Wirkstoffverstärker enthält – und gemäss «Arznei-Telegramm» für schwangere Frauen geeignet ist. Für die Schweizer Behörden ist das kein Thema. Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) sagt gegenüber dem Gesundheitstipp: «Dafür gibt es vorläufig keinen Grund.» Das BAG habe sich an die Grundlagen der Weltgesundheitsorganisation WHO gehalten, als man die Impfstoffe bestellt habe.

Das BAG rät nach wie vor allen Schwangeren zur Schweinegrippe-Impfung. Auch die Europäische Arzneimittelbehörde EMEA empfiehlt die Impfung.

04. Oktober 2009 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp


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