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Ein Fitnessraum für weniger als 1000 Franken in der eigenen Wohnung? Das private Mini-Fitnesscenter lässt sich realisieren – auch wenn es dafür eigentlich gar keinen Platz mehr gibt.
Mit den richtigen Geräten kann man in den eigenen Wänden fit bleiben – auch wenn man kein freies Zimmer hat. Dann brauchts einfache Trainingsgeräte und -hilfen, die man nach Gebrauch wieder im Schrank verstauen oder in eine Tasche verpacken kann. Haus & Garten sagt, was Sie benötigen, damit Sie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Stabilität trainieren können. Vorgängig wurden Sportmediziner und -physiotherapeuten um Vorschläge gebeten Die Ausstattung des mobilen Fitnesscenters sollte sich auf die zehn notwendigsten Trainingshilfen beschränken und insgesamt maximal 1000 Franken kosten.
Diese Hilfsmittel gelten bei den befragten Fachleuten als unentbehrlich:
Gymnastikmatte: Sie ist nicht nur ein bequemes und gelenkschonendes Polster für alle Übungen am Boden. Sie lässt sich auch als instabile Unterlage für leichte Gleichgewichtsübungen im Stand nutzen.
Das vorgeschlagene Mini-Fitnesscenter kostet – Hometrainer ausgeklammert – nicht mehr als das Jahresabo in einem Fitnesscenter.
Besser weniger Übungen – und die intensiv ausführen
Die Vorteile im Home-Fitnesscenter: Der Zeitaufwand für Hin- und Rückweg entfällt. Die Trainingsgelegenheiten werden nicht durch Öffnungszeiten beschränkt. Zudem sind Übungen bezüglich Koordination funktioneller, da die Gewichte nicht maschinell geführt werden. Das heisst: Die Übungen entsprechen den natürlichen Bewegungen. Dadurch sind sie mindestens so effizient wie jene an den Kraftmaschinen. Voraussetzung ist allerdings, dass alles korrekt ausgeführt wird.
Wichtig auch: Gesundheitssportler sollten nicht einfach blind zu den Hanteln oder zum Theraband greifen. Sport-Physiotherapeutin Maria Stettler-Niesel empfiehlt Anfängern: Zuerst mit einem Bewegungsexperten ein Programm zusammenstellen und die Übungen unter fachlicher Anleitung erlernen. «So lassen sich kontraproduktive Fehlbewegungen vermeiden», sagt sie. Zudem gilt: Besser weniger Übungen in ein Programm aufnehmen – diese dafür korrekt und intensiv ausführen. Die richtige Haltung und langsame rhythmische Bewegungen während der Übung sind unerlässlich für den Erfolg.
Wichtig: Das Fitnesstraining auf eigene Faust ist nichts für Anfänger, die noch nie eine individuelle Haltungs- und Übungsinstruktion erhalten haben. «Auch der Fitnessstand sollte abgeklärt und das Trainingsziel entsprechend festgelegt werden», betont auch Physiotherapeutin Jutta Affolter Helbling.
Ausbauen, wenn es mehr Platz gibt
Falls in einer Wohnung Platz frei wird, lässt sich jedes Mini-Fitnesscenter beliebig ausbauen. Doch auch in dieser Situation sollte nichts überstürzt, sondern mit Bedacht ausgewählt werden.
Buch-Tipps
Zwar gibt es Fitnessbücher wie Sand am Meer. Allerdings ist der Laie häufig überfordert, wenn er Anleitungen, Skizzen und Bilder studiert und so die Übungen lernen will. Die Ausnahmen von der Regel:
26. Mai 2009 | Pirmin Schilliger
