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Neues Anti-Rauchmittel Champix hat starke Nebenwirkungen.
Champix soll Rauchern helfen, vom Glimmstängel loszukommen. Doch die rezeptpflichtige Pille, die seit März 2007 in der Schweiz erhältlich ist, ist nur mit Vorsicht zu geniessen. Beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic gingen bisher 74 Meldungen zu unerwünschten Nebenwirkungen ein. 8 Champix-Konsumenten mussten ins Spital, 23 Fälle stufte Swissmedic als «medizinisch wichtig» ein.
Gemäss Swissmedic sind depressive Verstimmungen bis hin zu Suizidgedanken, Schlafstörungen, Schwindel und Zittern häufig. Gemeldet wurden auch zwei Fälle mit «psychotischen Symptomen».
Die Sprecherin des Champix-Herstellers Pfizer, Sara Käch, entgegnet, dass grundsätzlich jede «Raucherentwöhnung mit verschiedenen Symptomen verbunden sein kann». Über alle bekannten unerwünschten Nebenwirkungen des Medikaments informiere die Fachinformation.
Offen ist, ob die Krankenkassen künftig die Kosten einer Champix-Behandlung übernehmen müssen. Im April hat das Bundesamt für Gesundheit den entsprechenden Antrag von Pfizer abgelehnt. Pfizer hat dagegen Einspruch erhoben.
08. September 2008 | Eb
