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Mit Windows XP und Vista lassen sich Stromverluste um bis 95 Prozent reduzieren. Voraussetzung: Die Stromsparfunktionen sind korrekt aktiviert.
Eine Situation, wie sie sich in jedem Haushalt abspielen kann: Sie bearbeiten am Computer Schnappschüsse des Familienausflugs. Nach einem Anruf müssen Sie für eineinhalb Stunden weg. Sie sichern die Dokumente und lassen diese auf dem Schirm. Wie durch Geisterhand erscheint nach 20 Minuten die Meldung «Standby wird vorbereitet». Einen Augenblick später ist der Bildschirm schwarz. Nach einer Stunde wird der PC automatisch in den Ruhezustand versetzt.
Wieder zu Hause, setzen Sie sich an den PC, drücken den Startknopf und können nach wenigen Sekunden die offenen Dokumente weiterbearbeiten.
Wer Strom sparen will, muss den Computer bei einer längeren Arbeitspause also nicht vollständig herunterfahren: Man versetzt ihn in den Ruhezustand und weckt ihn durch Drücken des Startknopfs am Festplattengehäuse, im Standby-Modus betätigen Sie eine beliebige Taste auf der Tastatur.
Möglich machen das die Stromsparfunktionen von Windows XP und Vista. «Sie reduzieren unnötige Stromverluste um rund 95 Prozent», sagt Jürg Nipkow, Experte bei der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz. PC und Flachbildschirm (17 bis 22 Zoll) brauchen im Normalbetrieb pro Jahr bis zu 200 Watt. Sind die Stromsparfunktionen eingeschaltet, benötigt das Gerät im Standby weniger als 10 Watt, im Ruhezustand gar nur 1 bis 3 Watt.
Und so aktiviert man unter Windows XP die Stromsparfunktionen:
Mit Vista sind die Stromsparfunktionen ebenso einfach einzustellen:
Für Mac-Nutzer gilt: In den Systemeinstellungen «Energie sparen» anklicken.
Weitere Stromspar-Tipps
Zusätzliche Infos finden Sie im Ratgeber «Strom sparen am PC-Arbeitsplatz« unter www.topten.ch/standby. Sie finden dort auch praktische Tipps.
Am privaten PC-Arbeitsplatz mit all den zugehörigen Geräten liegt der Standby-Stromverbrauch schnell einmal zwischen 100 und 200 Kilowattstunden pro Jahr. Steckdosenleisten mit integrierter Schaltermaus (ca. 40 Franken) oder eine ergänzende Schaltermaus für Steckerleisten machen das Abschalten von Gerätegruppen bequem – mit einem Klick.
Strom sparen beginnt jedoch schon beim Gerätekauf: Auf www.topten.ch sind die effizientesten Bildschirme, Drucker und Multifunktionsgeräte einfach zu finden. Beim Kauf eines PCs lohnt sich ein Blick in die Datenbank auf www.eu-energystar.org/de. Hier werden z. B. für Computer-Betrieb und Standby-Modus verschiedenster Modelle die Leistungen in Watt und die Stromkosten pro Jahr (in Euro) deklariert.
16. Juni 2008 | Armin Braunwalder
