|
(0) |
Zusatzversicherte haben die freie Spitalwahl, Grundversicherte sollen sie bald auch erhalten. Aber wie soll ein Patient beurteilen können, welches Spital gute Qualität bietet? saldo berichtete, dass dies in der Schweiz bisher kaum möglich ist – im Unterschied zu anderen europäischen Ländern (saldo 16/07).
Um mehr Transparenz zu schaffen, hat nun der Verband Die Spitäler der Schweiz (H+) die Website www.spitalinformation.ch aufgeschaltet. Die verfügbaren Informationen sind aber dürftig: Ein potenzieller Patient kann nur die Fallzahlen der Spitäler für bestimmte medizinische Behandlungen abrufen. Diese sagen aber wenig darüber aus, ob ein Spital besser ist als ein anderes. Wichtige Qualitätsindikatoren wie Wundliegen, Sterblichkeits- und Infektionsrate oder Nachoperationen fehlen, obwohl das Bundesamt für Statistik diese Daten sammelt.
Bernhard Wegmüller, Direktor H+, ist sich der Mängel bewusst. Ziel von H+ sei es, dass auf Anfang 2009 weitere fünf Qualitätsindikatoren dazukommen und möglichst alle Spitäler teilnehmen. Bisher haben nämlich erst 68,6 Prozent aller Akutspitäler ihre Daten zur Publikation freigegeben.
12. Mai 2008
