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Artikel | saldo 07/2008

Aus für stromfressende Lampen

Ab nächstem Jahr wird der Verkauf von Glühlampen der Energieeffizienzklassen F und G verboten. saldo sagt, was das für die Konsumenten bedeutet.

Gut 30 Millionen Glühlampen werden jährlich in der Schweiz verkauft. Die herkömmlichen Glühlampen sind aber ein Auslaufmodell, weil sie im Verhältnis zur zugeführten Energie viel zu wenig Licht erzeugen. Deshalb hat der Bundesrat beschlossen, dass ab Anfang 2009 der Verkauf von Leuchtmitteln der schlechtesten Energieeffizienzklassen F und G verboten wird. Etwa ein Viertel aller verkauften Glühlampen gehört diesen beiden Klassen an.

Ersatzlampen: Teurer, aber viel sparsamer

Was ändert sich für die Konsumenten in den kommenden Monaten beim Leuchtmittelkauf? Punkto Ästhetik und Lichtqualität müssen bei den energieeffizienteren Leuchtmitteln Abstriche gemacht werden. Zudem sind diese in der Anschaffung teurer, machen das aber durch eine längere Lebensdauer und einen deutlich tieferen Stromverbrauch mehr als wett.

Softlampen: Diese Lampen, die ein warmes Licht in Weiss oder Pastelltönen ausstrahlen, werden aus den Regalen verschwinden. Nur für die Softlampen der Farbe Terracotta und des Typs Globe bieten die grossen Hersteller Philips und Osram Ersatz an in Form von vergleichbaren Energiesparlampen. Wer eine Leuchte hat, die nur mit einem bestimmten Typ von Softlampe gut aussieht, deckt sich am besten mit einem Vorrat ein.

Speziallampen: Hier fliegen aufs nächste Jahr einige energietechnisch schlechte Lampen aus dem Sortiment. Bei Philips etwa werden Anti-Insekten-Lampen, Nachtlichter und TV-Lampen gestrichen. Ausgenommen vom Verbot sind alle Speziallampen für Haushaltgeräte wie Backofen, Kühlschrank oder Mikrowelle.

Partylämpchen: Praktisch verschwinden werden die beliebten bunten Partylämpchen, wie sie oft in Gartenbeizen anzutreffen sind. Laut Bundesamt für Energie dürfen jährlich pro Hersteller und Modell gerade noch 10 000 Lämpchen verkauft werden. Ersetzen kann man sie bereits heute durch farbige LED-Lampen. «LEDs kommen aber noch nicht ganz an die Leuchtkraft von Birnen heran», schränkt Philips-Sprecher Raphael Wermuth ein.

Standard-Glühbirnen: Bei manchen Herstellern fallen bereits Standard-Glühbirnen in die Energieeffizienzklassen F oder G. Hier muss der Konsument künftig auf ein höher eingestuftes Leuchtmittel eines Markenherstellers ausweichen. Alternativ kann man eine stromsparende Halogenbirne einsetzen, die optisch fast wie eine Glühbirne aussieht, oder eine unschöne, aber effiziente Sparlampe verwenden.

Dekolampen:
Für dekorative Lampen, die zum Beispiel in Form von Flackerkerzen mit sichtbarem Kohlefaden oder Goldbeschichtung erhältlich sind, gilt ab 2009 ebenfalls eine Mengenbeschränkung von jährlich 10 000 Stück. Die meisten Dekolampen werden aber gar nicht so häufig verkauft.


Bei Schnäppchen-Angeboten ist zurzeit Vorsicht geboten

Die Leuchtenhändler bereiten sich ebenfalls auf die neuen gesetzlichen Gegebenheiten vor. Bei Pfister etwa hat man für die Hälfte der betroffenen Leuchten bereits ein alternatives Leuchtmittel gefunden. Für die andern sucht man noch. «Falls wir für eine Leuchte nur eine optisch halbherzige Lösung finden, dann streichen wir sie aus dem Sortiment», sagt der zuständige Leiter Thomas Stephani.

Da die Händler aus dem Sortiment gefallene Reststücke liquidieren werden, ist beim Kauf einer Leuchte in der nächsten Zeit Vorsicht angebracht: Wer in einem Geschäft hochwertige Leuchten zum Schnäppchenpreis entdeckt, sollte sich genau erkundigen, ob die optisch schön passenden Leuchtmittel auch 2009 noch erhältlich sind. Will man auch für die weiteren Verbotsrunden gewappnet sein, kauft man sich am besten eine Leuchte, die für Lampen der Klassen A und B geeignet ist.

13. April 2008 | Thomas Lattmann


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Kommentare (2)

 
  • xeblbvo | 24.04.2008, 21:36

    Unnötige abwertende Bezeichnung

    Dass der Autor Thomas Lattmann Sparlampen als unschön bezeichnet,
    ist absolut fragwürdig.
    1. Schönheit ist Geschmacksache
    2. Wenn es denn unbedingt glühlampenähnlich sein muss, gibt
    es seit längerem Energiesparlampen in Glühlampenform.
    Bemerkung zu Begriffe: Lampen sind Lichtquellen, die in Leuchten
    geschraubt oder gesteckt werden. Birnen sind zum Essen da.
    Bruno Vogt, Lausen
  • fiury | 21.04.2008, 12:38

    Sparlampen sind Quecksilberdampf-Entladungslampen!

    Es wäre schön wenn neben allen wohl klingenden
    Marketing-Sprüchen auch die Schattenseite dieser hoch gepriesenen
    Sparlampen erläutert würden...

    Energiesparlampen wurden inzwischen mit einem schönen Namen
    bekleidet, nach Neonröhren, Fluoreszenzlampen (FL) etc.;
    würde man sie als das bezeichnen was sie sind, dann müssten
    sie Quecksilberdampf-Entladungslampen heissen --> schrecklich,
    nicht wahr? Wie das Kind auch immer heisst, es kann nicht abgestritten
    werden, dass in diesen "grün-umweltfreundlich"
    propagierten Leuchten Quecksilber enthalten ist. Nicht viel pro Lampe,
    aber viele Lampen ergeben dennoch viel Quecksilber. Und wie jeder
    wissen sollte: Quecksilber ist hoch giftig! Wurde das dem
    gutgläubigen Konsumenten schon ausreichend klar gemacht? Leider
    nein, sonst würde dies einen ziemlich düsteren Schatten auf
    das grüne Label dieser Lampen werfen. Und raten Sie mal wo diese
    Quecksilberlampen früher oder später landen werden...
    Richtig: im Kehrricht - zumindest der grösste Teil davon, solange
    keine Depotgebühr erhoben werden oder ordentliche Sammelstellen
    eingerichtet werden, in welchen die Lampen bei der Abgabe nicht
    zerscherbeln können, denn sonst würde der Quecksilberdampf
    ungehindert seine Wirkung entfalten können.

    Hinzu kommt, dass das abgedeckte Farbspektrum dieser Leuchtmittel sehr
    schlecht abschneidet und sogar negative Auswirkungen auf unser
    Augenlicht und unsere Gesundheit haben kann. Und weiter kommt hinzu,
    dass die möglichen Energie-Einsparungen - am
    Gesamtenergieverbrauch der Schweiz oder Europa gemessen - weniger als
    1 Prozent betragen! Also ein grosses Geschrei für fast nichts;
    zumindest nicht für den Konsumenten – die Lampenindustrie
    verdient nämlich viel mehr an diesen Wunderlampen, sonst
    würden sie nicht viel Geld für die grossen Werbekampagnen
    investieren. Und den Energiekonzernen schmerzt weniger als 1%
    Minderenergie nicht wirklich. Alle sind zufrieden und wir belasten
    unsere Augen und den gesamten Organismus sowie die Umwelt
    zusätzlich.
    Wen's interessiert, kann unter den folgenden Links weitere
    unverblendete Infos einholen:
    http://www.initiative.cc/Artikel/2007_11_27_energiesparlampen.htm
    http://www.lichtbiologie.de/LICHT%20Vollversion.pdf

    Noch kurz zusammengefasst
    die überall gepriesenen Vorteile der Energiesparlampen:
    • Niedrigerer Stromverbrauch bei höherer Lichtausbeute
    • Längere Lebensdauer
    • Weniger Wärmeverlust

    die verheimlichten Nachteile der Energiesparlampen:
    • Starke elektromagnetische Felder mit ausgeprägten Oberwellen
    • Nervende Flimmerfrequenzen
    • Schlechtes, naturfremdes Licht
    • Ökolog. kritische Herstellung
    • Giftiges Quecksilber
    • Entsorgung auf Sondermüll
    • Lichtleistung lässt im Laufe der Gebrauchszeit nach
    • Lebensdauer lässt mit der Anzahl der Ein-/Aus-Schaltungen nach
    • Teuer

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