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Es lohnt sich, Flug und Hotel individuell zu buchen statt im Reisebüro als Package. Hotelportale waren in einer Stichprobe zweimal am günstigsten.
Frühlingszeit ist Zeit für Städtereisen. Die Auswahl an Zielen ist gross. Statt wie früher in den Prospekten der Reiseveranstalter aus einer begrenzten Anzahl von Angeboten wählen zu müssen, haben Konsumenten heute über das Internet einen uneingeschränkten Zugriff auf unzählige Flüge und Hotels am jeweiligen Wunschziel.
Attraktiv ist die individuelle Reservation über die Websites von Airlines und Hotels oder via unabhängige Hotelportale aber auch in preislicher Hinsicht. K-Geld hat für ein verlängertes Wochenende im April identische Angebote mit Flug und Hotel in vier europäischen Metropolen verglichen.
Fazit: Die individuelle Reservation ist in allen Fällen günstiger als die Buchung auf den Portalen der drei grossen Reiseveranstalter Kuoni, Hotelplan und TUI. Zweimal führt die Direktbuchung auf den Websites von Fluggesellschaft und Hotel am günstigsten zum Ziel, zweimal lohnt sich zur Direktbuchung des Hotels die Konsultation eines Hotelportals.
Die Preisunterschiede können mehrere 100 Franken betragen, im Falle von London ist die Direktbuchung pro Person sogar 500 Franken günstiger als beim teuersten Reiseveranstalter.
Auch zwischen den einzelnen Reiseveranstaltern gibt es Preisunterschiede. Im Vorteil gegenüber den Konkurrenten ist bei allen vier Beispielen Tui, was mit der grossen Einkaufsmacht des deutschen Mutterkonzerns zusammenhängt. Im Vergleich zu den Tarifen bei Direktbuchung der verglichenen Hotels und der Hotelportale kann aber auch Tui nicht mithalten.
Wer bezüglich Unterkunft flexibel ist, kann sogar noch mehr Geld sparen. Hotelportale wie hrs.de, hotels.com oder hotel.de bieten für die untersuchten Städte nämlich eine deutlich grössere Auswahl an Häusern der gewünschten Kategorie als die Reiseveranstalter. In Paris offeriert etwa hrs.de für die gewünschte Reiseperiode 136 Viersterne-Hotels, mehr als doppelt so viele wie hotelplan.ch.
Riesige Auswahl an Hotels auf Hotelportalen
Oft finden sich darunter Residenzen, die bezüglich Standard und Lage gegenüber den Hotels der Reiseveranstalter ebenbürtig, aber deutlich günstiger sind. Der Grund ist, dass die Hote-iers den Portalbetreibern als Gegenleistung für die weltweite Vertriebsplattform namhafte Preiszugeständnisse machen müssen.
Kuoni, Hotelplan und Tui argumentieren derweil, dass sie dank Reiseleitern vor Ort einen besseren Service bieten. «Auch die von uns eingekauften Zimmer sind oft besser als jene, welche das Hotel Direktbuchern zur Verfügung stellt», sagt Sandro Schaaf, Leiter Städtereisen bei Hotelplan. Zudem könnten Veranstalter den Kunden günstige Transfers sowie Tickets für kulturelle und sportliche Veranstaltungen organisieren.
Wer bereit ist, für eine individuelle Buchung etwas Zeit zu investieren, darf sich aber fast in jedem Fall über deutliche Ersparnisse freuen.
31. März 2008 | Robert Wildi
