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Aus einem bestehenden Vertrag auszusteigen, ist bei Tele 2 deutlich teurer geworden.
Im letzten Herbst hat die Telekommunikations-Firma ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geändert und festgelegt, dass sich ein nicht fristgerecht gekündigter Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert. Bisher galt eine Verlängerung von sechs Monaten. Mitgeteilt wurde die Änderung als Beilage zur Rechnung. Nach Ansicht von Tele 2 genügt das.
Folge: Wer den Kündigungstermin verpasst und den Vertrag trotzdem auflösen will, müsste gemäss Tele 2 alle Monatsgebühren bis zum Ablauf zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 100 Franken zahlen. Ein Ausstieg etwa aus dem Festnetzabo Moonlight Weekend kann so bis zu 158 Franken kosten, ohne dass eine Minute telefoniert wurde.
Solche Vertragsänderungen in den AGB sind nach Ansicht der saldo-Rechtsberater nicht gültig. Tele-2-Abonnenten müssen nicht mit derartigen einschneidenden Verschlechterungen im neuen Kleingedruckten rechnen – ohne dass sie im Text hervorgehoben werden. saldo rät: Bei einer ausserterminlichen Kündigung nur das zahlen, was im ursprünglichen Vertrag festgelegt ist.
17. März 2008
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