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«Schon fast neidisch schaut die Schweiz einmal mehr auf das Engadin, wo mit massiven Verbesserungen des ÖV-Angebotes die ganze Region für Einheimische, Pendler und Touristen nochmals attraktiver wird.» So der Lobgesang von Peter Vollmer, Direktor des Verbandes des öffentlichen Verkehrs, in der Engadiner ÖV-Zeitung «Busstop».
Skifahrer, die in den letzten Wochen im Oberengadin auf den öffentlichen Verkehr setzten, können Vollmers Eigenlob nicht voll zustimmen. Sie erlebten überfüllte Busse, permanente Verspätungen und wurden als Passagiere stehen gelassen.
Immerhin: Diesen Winter rauften sich die Bahnen, die Post und Busbetriebe zwischen S-Chanf und Maloja erstmals zu einem Tarifverbund zusammen. Eine neue Linienführung habe stark frequentierte Abschnitte verdichtet, aber es sei auch zu «einzelnen Verlierern» gekommen, so Armin Egli, Leiter Kundendienst von Engadinbus, gegenüber dem K-Tipp. Insgesamt sei der Service im «bisherigen Umfang» sichergestellt. Überfüllte Busse habe es schon immer gegeben, und die Passagierzahlen nähmen zu. Sein Tipp: Busse in den Spitzenzeiten meiden und auf die Bahn umsteigen.
Nur: Die Rhätische Bahn hat vor einem Jahr ihren Service im Oberengadin reduziert und vom Halbstunden- auf den Stundentakt umgestellt.
25. Februar 2008
